- 28.04.2011, 12:29:19
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Mitterlehner: Arbeitsmarkt-Öffnung bringt neue Chancen für Österreich
Österreich profitiert von offenen Märkten durch Wohlstandsgewinne - Arbeitsmarkt-Öffnung hilft bei Abdecken des Fachkräfte-Bedarfs und Bewältigung des demographischen Wandels
Wien (OTS/BMWFJ) - Anlässlich der Öffnung des Arbeitsmarktes für
die Bürger aus den acht osteuropäischen Ländern, die 2004 der EU
beigetreten sind, betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner,
dass die Angst vor einem großen Zustrom an Arbeitskräften unbegründet
ist. "Von einem Massenansturm kann keine Rede sein. Jetzt geht es
vielmehr darum, die Chancen der Öffnung optimal zu nützen", so
Mitterlehner. "Die Öffnung der Märkte und der verstärkte Handel mit
anderen Staaten haben Österreich in den vergangenen Jahrzehnten
beträchtliche Wohlstandsgewinne ermöglicht. Eine Abschottung bewirkt
das genaue Gegenteil."
Allein die Ostöffnung seit dem Jahr 1989 hat Österreich laut einer
Wifo-Studie ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,33 Prozent pro
Jahr und zusätzlich 57.000 Arbeitsplätze gebracht. Die Exporte nach
Osteuropa haben in Österreich die Produktion stimuliert und insgesamt
die Einkommen erhöht. Dadurch ist auch die Inlandsnachfrage um 2,4
Prozent gestiegen. "Österreichs Unternehmen haben die Märkte in
Osteuropa schnell erschlossen und so zusätzliche Umsätze und
Arbeitsplätze im Inland generiert. Gleichzeitig haben sie damit ihre
Firmenzentralen in Österreich abgesichert und ausgebaut", sagt
Mitterlehner.
Wie eine Studie des IHS und der Donau-Universität Krems im Auftrag
des Wirtschaftsministeriums zeigt, werden in den Jahren 2011 und 2012
insgesamt zwischen 20.000 und 25.000 Arbeitskräfte aus den acht neuen
EU-Mitgliedstaaten nach Österreich kommen. "Schon jetzt sind 90.000
Arbeitskräfte aus Osteuropa aufgrund von Sondervereinbarungen in
Berufen, in denen es in Österreich zu wenige Arbeitskräfte gibt, bei
uns beschäftigt. Vor den zusätzlich prognostizierten Zuwanderern
braucht man sich also nicht zu fürchten. Diese werden vielmehr den
Fachkräftemangel in wichtigen Branchen ausgleichen und so zu mehr
Wachstum und Aufschwung beitragen", betont Mitterlehner. Gleichzeitig
helfe die Arbeitsmarkt-Öffnung mittel- und langfristig bei der
Bewältigung des demographischen Wandels der Gesellschaft, zum
Beispiel im Sozial- und Pflegebereich.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 [email protected]
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