- 28.04.2011, 12:00:14
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Tiroler Jusos-Vorsitzender kritisiert politischen Kurs der SPÖ
Jakob Flossmann gibt im ECHO-Interview die Stimmung an der Basis wieder: Der Unmut mit der Parteiführung ist groß.
Innsbruck (OTS) - Man könne sich irgendwann auch tot regieren,
urteilt der Landesvorsitzende der Tiroler Jusos, Jakob Flossmann, in
der aktuellen Ausgabe des Tiroler Nachrichtenmagazins ECHO über die
Regierungsbeteiligung der SPÖ in Tirol. Es bräuchte mehr Profil und
Mut zur Konfrontation, so Flossmann. Als Beispiel nennt Flossmann die
Agrargemeinschaftsdebatte, den Bau des Brenner Basistunnels oder die
Verwicklungen von Politik und Tiroler Wasserkraft, bei denen die SPÖ
profillos agiere und so ihr Image als Anhängsel der Regierungspartei
prolongiere. Vor allem den Bau des Brenner Basistunnels lehnen die
Tiroler Jusos ab, da Abermilliarden für ein Projekt ausgegeben
würden, "von dessen Nutzen keiner eine Ahnung hat." Flossmann
verweist auch auf den Unwillen von Parteichef Hannes Gschwentner,
Probleme zu diskutieren, da jede Kritik sofort als Anfeindung der
"eigenen Person" wahrgenommen werde. Aber es könne nicht immer nur
von oben herunter kommandiert werden, kritisiert Flossmann. Außerdem
dürfe die SPÖ nicht zu einer Partei werden, "die ihre Programme nach
dem Mund der Leute schreibt" und müsse endlich wieder versuchen,
einen offenen Diskurs mit der Basis zu führen, wolle sie, vor allem
in Tirol, nicht noch mehr an Boden verlieren.
Rückfragehinweis:
Echo Zeitschriften und Verlags GmbH, CR Armin Muigg, Tel.: 0512/34 21 70
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