• 28.04.2011, 12:00:11
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Töchterle: "Mit meiner eigenen Handschrift"

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle sagt im ECHO-Interview, dass er kein ÖVP-Mitglied werden und über die Wiedereingliederung der Medizinunis nachdenken will.

Innsbruck (OTS) - ÖVP-Parteimitglied sei er keines, werde und
wolle auch keines werden, sagt der neue Wissenschaftsminister
Karlheinz Töchterle in der aktuellen Ausgabe des Tiroler
Nachrichtenmagazins ECHO. "Mein Wunsch wäre, der zu bleiben, der ich
bin, und sagen zu dürfen, was ich mir denke", so Töchterle, der
Künstlern und Intellektuellen ein Angebot macht, "mich mit
Denkanstößen anzuregen. Seine Positionen will er mit der ÖVP
absprechen und dieser auch mitteilen, wo er nicht ganz ihrer Meinung
sei: "Und ich hoffe, dass ich einen gewissen Raum habe und diesen
werde ich auch ausschöpfen." Sein Ministeramt sieht er als Chance, in
der österreichischen Wissenschaftslandschaft etwas zu bewegen, die
von seiner Vorgängerin in Gang gebrachten Projekte wie etwa den
Hochschulplan will er mit seiner "eigenen Handschrift umsetzen". Den
Hochschulplan könne er sich auch als Anlass vorstellen, noch einmal
über die Ausgliederungen der heimischen Medizinunis, die von ihm
früher "als kritischer Beobachter des Universitätssystems" nicht gut
geheißen wurden, nachzudenken. Bezüglich Studiengebühren teile er, so
Töchterle, "aufgrund empirischer Befunde und persönlicher Erfahrung"
die Sorge nicht, dass - sozial verträgliche - Studiengebühren mit
einem treffsicheren Stipendiensystem sozial Schwache und
Bildungsferne vom Studium abhalten. Als Pro-Argument führt einerseits
die "bedeutende Hilfe für die Unifinanzierung", andererseits die
vielen ausländischen Studierenden in Österreich an: "Ich finde es
schon eine gewisse Fragwürdigkeit, wenn man jedem österreichischen
Steuerzahler zumutet, dass er das Studium ausländischer Studierender
mit seinen Steuern mitfinanziert. Gerechter wäre es zu sagen, leistet
doch einen Beitrag - das müsste dann aber auch für Österreicher
gelten, wir leben in der EU und alle EU-Bürger werden gleich
behandelt."

Rückfragehinweis:
Echo Zeitschriften und Verlags GmbH, CR Armin Muigg, Tel.: 0512/34 21 70

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