- 28.04.2011, 10:40:19
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Konsument-Frankfurter-Check: Nicht bis Mindesthaltbarkeitsdatum lagern
Vier Produkte am letzten Tag der Mindesthaltbarkeitsfrist verdorben
Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat
für die Mai-Ausgabe des Testmagazins Konsument Österreichs
beliebteste und meistverkaufte Würstel unter die Lupe genommen.
Insgesamt 34 Frankfurter standen im Wettbewerb gegeneinander. Die
wichtigsten Ergebnisse: Frankfurter sind entgegen ihrem Image
keineswegs leichte Kost, nicht immer ist dort, wo mit
österreichischer Qualität geworben wird, auch ausschließlich
heimisches Fleisch enthalten und vier Produkte waren am letzten Tag
der Mindesthaltbarkeitsfrist verdorben.
Zu den Testverlierern zählen aufgrund zu hoher Keimzahlen mit ja!
Natürlich und Natur aktiv zwei prominente Biomarken sowie Erzeugnisse
von Lindenhof und Wech. Die Proben waren zwar nicht
gesundheitsschädlich, für den Verzehr aber nicht mehr geeignet.
"Folglich raten wir dazu, Frankfurter am besten nicht bis zum
Mindesthaltbarkeitsdatum zu lagern", so VKI-Geschäftsführer Ing.
Franz Floss. "Warnsignale für verdorbene Ware sind ein schmieriger
Belag auf der Oberfläche und ein säuerlicher Geruch." Listerien und
Salmonellen waren im Rahmen des Tests nicht nachweisbar.
Bei der Verkostung durch Experten und Laien fielen die Erzeugnisse
großteils positiv auf - darunter auch die drei Testsieger Billa
4Kids, Hofstädter und Radatz. Diese liegen zudem mit 0,88 bis 1,00
Euro/100 Gramm im preislichen Mittelfeld.
Deftige "Zwischenmahlzeit"
Reichlich fündig wurden die VKI-Ernährungswissenschafter beim
Salz. Am mildesten waren die Tann Frankfurter mit 1,7 Gramm Kochsalz
pro 100 Gramm - äußerst salzig dagegen die Würstel von Dorfgold und
efef mit jeweils 2,4 Gramm Kochsalz. Letztere decken pro Paar bereits
nahezu zwei Drittel der zuträglichen Menge an Salz ab. Dass
Frankfurter keine Fastenspeise sind, zeigt sich zudem beim
Fettgehalt: "Etwa die Hälfte der Produkte besteht zu rund einem
Viertel aus Fett. Von einer ,kleinen Zwischenmahlzeit' kann also
nicht mehr die Rede sein", erläutert VKI-Ernährungswissenschafterin
Birgit Beck. Relativ mager und dennoch gut bewertet wurden die
Frankfurter von Landhof mit nur acht Prozent Fett.
"Heimische" Ware
Bei rund einem Drittel der getesteten Frankfurter fand sich die
Auslobung "hergestellt in" oder "Qualität aus Österreich" (z.B.:
Berger, Clever, Lindenhof und Wagner & Delikat). "Das kann viel
heißen, muss es aber nicht. Mit dem Mascherl aus Österreich' darf
sich ein Produkt nämlich bereits dann schmücken, wenn 50 Prozent der
Wertschöpfung im Inland erfolgen", erläutert VKI-Geschäftsführer
Floss. "Eine Garantie, dass tatsächlich österreichisches Fleisch
verarbeitet wurde, bieten derzeit nur das AMA-Gütesiegel und das
AMA-Biozeichen mit Herkunftsgarantie." Von 34 getesteten Frankfurtern
wurden zwölf nach den AMA-Gütesiegel-Richtlinien produziert, darunter
ein Testsieger-Produkt: die Frankfurter von Hofstädter.
Bei Fragen zu Fleisch und Wurst informieren
VKI-Ernährungswissenschafterinnen an der Ernährungshotline. Diese ist
ein gemeinsames Projekt des Fonds Gesundes Österreich und des Vereins
für Konsumenteninformation: 0810 810 227 (Mo-Fr: 9-15 Uhr; aus ganz
Österreich 0,0676 Euro/Minute).
Alle Testdetails gibt es auf www.konsument.at und im Mai-Konsument.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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