- 28.04.2011, 10:29:29
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Musiol fordert: Pflegefreistellung an neue Familienformen anpassen
Grüner Antrag zur Neuregelung der Pflegefreistellung
Wien (OTS) - Die gesetzlichen Regelungen zur Pflegefreistellung
basieren auf einem Bild von Familie, das in vielen Fällen nicht mehr
der Wirklichkeit entspricht. "Neben der klassischen Vater-Mutter-Kind
Familie gibt es eine wachsende Zahl an Patchwork-Familien,
Alleinerziehenden-Haushalte sowie gleichgeschlechtliche
Partnerschaften mit Kindern. Diese werden nach den jetztigen
Regelungen massiv benachteiligt", so Daniela Musiol,
Familiensprecherin der Grünen.
Derzeit kann lediglich der leibliche Elternteil, der gemeinsam im
Haushalt mit dem Kind lebt, mittels Pflegefreistellung bis zu zwei
Wochen pro Jahr für das kranke Kind sorgen. Ausgeschlossen sind durch
den gemeinsamen Haushalt als Voraussetzung, jedoch vom Kind getrennt
lebende Elternteile, d.h. vor allem Väter in Folge von Scheidungen.
Ebenso ausgeschlossen sind von der Pflegefreistellung neue
LebensgefährtInnen, EhegattInnen, eingetragene PartnerInnen, die mit
dem Kind des/der PartnerIn im gemeinsamen Haushalt leben.
"Wir fordern, dass der Anspruch auf Pflegefreistellung nicht vom
gemeinsamen Haushalt mit dem Kind abhängt. Getrennt lebende
Elternteile sollten unabhängig von ihrer Obsorgeberechtigung für ihr
krankes Kind sorgen können", fordert Musiol. Die gesetzliche Regelung
muss auf neue Familienformen eingehen und "soziale" Elternschaft
anerkennen.
Eine Änderung der Regelung zur Pflegefreistellung ist Teil des
Regierungsübereinkommens von SPÖ und ÖVP. Der grüne Antrag zur
Pflegefreistellung ist die Nagelprobe, wie ernst die Regierung ihren
Plan verfolgt, denn bislang blieb die Regierung tatenlos.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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