• 27.04.2011, 13:47:14
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Schatz: Da bleibt der Marchfelder Spargel im Hals stecken

Niedrigstlöhne von ErntehelferInnen völlig inakzeptabel

Wien (OTS) - "Da bleibt der Marchfelder Spargel im Hals stecken",
meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zur
Forderung des Obmannes der Marchelder Spargelbauern nach mehr
Erntesaisoniers und einer Sieben-Tage-Arbeitswoche.

"Das ist ja völlig verquer! Da murren die Spargelbauern, dass sich
keine ÖsterreicherInnen für sechs Euro in der Stunde den Rücken
ruinieren wollen und die Öffnung des Arbeitsmarktes ihnen nichts
bringen wird, weil dann auch Tschechen, Ungarn und Polen sich nicht
mehr auf diese Art und Weise ausbeuten lassen werden. Statt
angemessene Löhne zu zahlen verlangen sie neue Arbeitssklaven aus
noch weiter weg liegenden Ländern", so Birgit Schatz.

"Unter 7,50 Euro in der Stunde soll niemand in Österreich arbeiten
müssen. Wir brauchen ein Mindestlohngesetz, damit kein Mensch in
Österreich zu beschämenden Löhnen ausgebeutet wird", so Schatz
weiter. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass miese Löhne mit der
peruanischen Spargelkonkurrenz gerechtfertigt werden. Ein gutes
Produkt hat es nicht nötig, durch die Ausbeutung von ArbeiterInnen am
Markt zu bestehen".

"Es kann nicht unser Ziel sein und auch nicht das der Marchfelder
Spargelbauern, den peruanischen Spargel durch einen billigeren
österreichischen zu konkurrenzieren. Österreich muss auf die Qualität
der eigenen Produkte setzten, auf die klimaverträgliche Nähe der
Produktion bei den heimischen KonsumentInnen.", erklärt die
ArbeitnehmerInnen- und KonsumentInnensprecherin abschließend.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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