14. internationaler Tag gegen Lärm
460.000 Beschäftigte täglich Lärm ausgesetzt
Wien (OTS) - Heute findet, wie seit 1995, der internationale "Tag
gegen Lärm" statt. An diesem weltweiten Aktionstag ist es für die
AUVA ein wichtiges Anliegen, auf die schädlichen Folgen von Lärm
aufmerksam zu machen und aufzuklären, wie Lärm vermieden werden kann.
Lärmschwerhörigkeit ist in Österreich die häufigste Berufskrankheit.
Durch Bau-, Verkehrs- und Produktionslärm sind in Österreich
schätzungsweise mehr als 460.000 Beschäftigte an ihren Arbeitsplätzen
unweigerlich störenden Geräuschen und gesundheitsschädigendem Lärm
ausgesetzt: angefangen von solchen, die man kaum hört, bis hin zu
denen, die wie Arbeiten mit der Schlagbohrmaschine,
Metallbearbeitung, Straßen- oder Gleisbauarbeiten Ohrenschmerzen und
Schwerhörigkeit bereiten können. Arbeitsplatzmessungen der AUVA haben
ergeben, dass in Österreich zumindest 128.000 Personen tagtäglich
gehörschädigendem Lärm ausgesetzt sind.
Lärm unterschätzt
Kaum jemand bleibt von Lärm verschont. Lärm ist aber nicht nur
lästig, sondern auch eine oft unterschätzte Beanspruchung für die
Gesundheit. Schallbelastung kann zu Konzentrationsmangel,
Schlafstörungen und eingeschränkter Leistungsfähigkeit führen.
Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem sind die weitere Folge.
Darüber hinaus führt Schwerhörigkeit oft auch zur sozialen
Isolation, da die betroffenen Personen in einer lärmerfüllten
Umgebung (beispielsweise Familienfeiern, Feuerwehrfest) Gesprächen
nicht mehr folgen können und sich aus dem gesellschaftlichen Leben
zurück ziehen und vereinsamen. Diese Auswirkung ist nachhaltig, weil
die Lärmschwerhörigkeit nicht heilbar ist.
Für die AUVA ist die Vermeidung von Lärm bei der Arbeit das
zentrale Anliegen.
Im Jahr 2009 wurden 900 Berufskrankheiten wegen einer "durch Lärm
verursachten Schwerhörigkeit" anerkannt. Von diesen 900
Berufskrankheiten sind fast ausschließlich Männer betroffen und hier
wiederum die metallverarbeitende Industrie gefolgt von der
Baubranche.
Die versicherten Betriebe werden von den Fachleuten der AUVA
umfassend und kostenlos betreut. Die AUVA hat allein im Jahr 2010 die
Lärmbelastung an über 31.000 Arbeitsplätzen gemessen, und 33.000
lärmexponierte Arbeitnehmer wurden auf Kosten der AUVA audiometrisch
untersucht. Darüber hinaus bieten die Lärmsachverständigen an,
konkrete Lärmminderungsmaßnahmen für jede betriebliche
Problemstellung zu erarbeiten.
Bei Fragen zur Lärmbelastung am Arbeitsplatz oder in
Ausbildungsstätten steht Ihnen das AUVA-Lärmtelefon unter der Nummer
+43 1 331 11- 450 während der Bürozeiten zur Verfügung.
Auch persönliche Beratungen im Betrieb führen wir gerne durch. Wenden
Sie sich dazu bitte an das Lärmtelefon oder an hub@auva.at
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige sowie 1,3
Millionen Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben
als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die
Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt
die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung,
Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten.
AUVA-Pressesprecherin
Adalbert-Stifter-Straße 65,
1200 Wien
Tel.: +43 1 33 111 - 962
Mobil: +43 664 808 69 170
Mail: elisabeth.leeb@auva.at














