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OTS0141   26. Apr. 2011, 12:52

Unabhängig leben im Alter

Erfolgreiches Projekt fördert Selbständigkeit von Seniorinnen und Senioren


Im Rahmen des Projektes "70+ Unabhängig leben
im Alter" hatten in den Jahren 2007 bis 2009 ältere Menschen in 15
Vorarlberger Gemeinden die Möglichkeit, einen kostenlosen
Beratungsbesuch durch eine diplomierte Pflegefachkraft zu bekommen.
Aufbauend auf den positiven Erfahrungen startet die Aktion im Mai
2011 erneut in 20 weiteren Gemeinden bzw. 19 Krankenpflegvereinen.
Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Landesrätin Greti Schmid und der
Obmann des Vorarlberger Hauskrankenpflegeverbands, Franz Fischer,
gaben im heutigen (Dienstag) Pressefoyer die Details bekannt.

"Information und Beratung sind wichtig, um auch im Alter gesund
und mobil zu bleiben. Diese Unterstützung bieten wir gezielt an, denn
es ist ein wesentliches gesundheits- und sozialpolitisches Ziel der
Landesregierung, dass ältere Menschen so lange wie möglich
selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen können", sagte
Landeshauptmann Sausgruber.

Im Alter besteht die Gefahr, dass es mit der Selbständigkeit
schnell vorbei ist, wenn sich gesundheitliche Defizite unbemerkt
einschleichen. "Deshalb gehen wir aktiv auf die Menschen zu, bevor es
ernsthafte Probleme gibt", betonte Landesrätin Schmid. In den Jahren
2007 bis 2009 nahmen insgesamt 1.461 Menschen aus 15 Gemeinden im
Alter von 70 bis 98 Jahren das Angebot wahr, einen Hausbesuch durch
eine Diplom-Pflegekraft zu empfangen. Im Mittelpunkt der Beratungen
und Informationen standen praktisch alle Themenbereiche, die für das
Leben im Alter relevant sind: Wie bleibe ich fit, wie erhalte und
fördere ich meine Gesundheit, wie kann ich auf Veränderungen
reagieren, was für (finanzielle) Unterstützungsangebote gibt es, was
ist aus rechtlicher Sicht zu beachten?

Fast alle Seniorinnen und Senioren, die einen Vorsorge-Hausbesuch
empfingen, gaben im Anschluss an das Interview an, sich nun besser
informiert zu fühlen und über Unterstützungsangebote im Ort besser
Bescheid zu wissen. Und mehr als 1.000 von ihnen gestanden ein: Mir
wurden Gefährdungen sichtbar.

Künftig wollen die Projektverantwortlichen noch mehr Menschen
erreichen, so Hauskrankenpflege-Obmann Franz Fischer: "Es gibt viele
Personen, die auf unsere Einladung nicht geantwortet haben, die aber
eine Beratung dringend notwendig haben." Damit künftig noch mehr
Zielpersonen erreicht werden können, sollen in Zukunft Ärzte,
Apotheken und andere Kooperationspartner aus dem ambulanten Netz
mittels Broschüre auf das Projekt "75+ Unabhängig leben im Alter"
aufmerksam machen.

Fortgesetzt wird das Projekt ab Mai 2011 in den Gemeinden
Alberschwende, Andelsbuch, Bludenz, Bregenz, Bürs, Egg,
Feldkirch-Levis-Tisis, Feldkirch-Tosters, Göfis, Hohenems,
Kleinwalsertal, Ludesch, Meiningen, Sulzberg und Wolfurt sowie im
Rheindelta (Fußach, Gaißau, Höchst) und im Sozialsprengel Blumenegg
(Bludesch, Thüringen, Thüringerberg). Aus den Erfahrungen des ersten
Durchganges heraus werden diesmal Menschen ab 75 Jahren eingeladen,
sich für ein Beratungsgespräch besuchen zu lassen.
www.hauskrankenpflege-vlbg.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0141 2011-04-26 12:52 261252 Apr 11 NVL0003 0435



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