• 21.04.2011, 11:14:06
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Greenpeace: Amazon, Facebook & Co. fallen bei Umweltreport durch

Cloud Computing-Studie deckt schmutzigen Energiemix führender IT-Anbieter auf

San Francisco/Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace
veröffentlicht heute den Report "How dirty is your data?" ("Wie
schmutzig sind Ihre Daten?"). Dieser bewertet die zehn weltweit
führenden Cloud Computing-Anbieter hinsichtlich deren Transparenz zum
Energieverbrauch ihrer Rechenzentren, den Standortentscheidungen für
ihre Infrastruktur sowie ihren Strategien zur Verringerung von Strom
aus fossilen oder nuklearen Energieträgern. "Die zunehmende
Auslagerung von Daten führt dazu, dass die Hi-Tech-Rechenzentren mit
Strom aus der sprichwörtlichen Steinzeit betrieben werden", ärgert
sich Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin von Greenpeace, und
fordert die Cloud Computing-Anbieter auf, eine Vorreiterrolle beim
Umstieg auf Erneuerbare Energieträger einzunehmen.

Von den zehn untersuchten Unternehmen, hat Akamai, ein globales
Verteilungsnetzwerk für Web-Inhalte, die beste Beurteilung für
Transparenz erhalten. Yahoo! hat die beste Strategie für
Standortentscheidungen; IBM und Google haben insgesamt die besten
Ansätze zur Verringerung ihres Strombedarfs aus fossilen und
nuklearen Energieträgern. Amazon, Apple, Facebook, HP, Microsoft und
Twitter fallen jedoch in einer oder mehreren Kategorien durch.

Unter Cloud Computing versteht man Anwendungen, die nicht mehr am
lokalen Rechner, sondern ins Internet ausgelagert werden. Gemeint
sind Anwendungen, bei denen die User online-basierte Dienste wie
soziale Netzwerke oder Onlineplattformen (Facebook, Google, ...)
sowohl von zuhause als auch von unterwegs nutzen können. Bereits
jetzt benötigen Rechenzentren 1,5 - 2 Prozent des weltweiten
Stromverbrauchs. Die steigende Beliebtheit von Cloud Computing mit
einer Wachstumsrate von jährlich zwölf Prozent führt zu einem enormen
Anstieg des Strombedarfs in den Rechenzentren.

Der Greenpeace-Report zeigt, dass die Branche immer noch nicht
ausreichend über ihre Energienutzung und die damit zusammenhängenden
Treibhausgasemissionen informiert. Ins Kreuzfeuer der Kritik kommen
auch die Standortentscheidungen der IT-Industrie. Diese macht zwar
deutliche Fortschritte bei der Konstruktion energieeffizienter
Rechenzentren, doch die große Bedeutung von Erneuerbarenen Energien
als wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für die Standorte neuer
Rechenzentren wird von den meisten IT-Anbietern immer noch ignoriert.
Greenpeace macht mit dem Report auch auf die fehlende Transparenz bei
der Energienutzung der Unternehmen aufmerksam.

"Wir sind davon überzeugt, dass niemand durch seine
Statusmeldungen auf Facebook oder durch das Hochladen seiner Bilder
auf Facebook zu giftiger Kohlenasche, dem Klimawandel oder
zukünftigen Atomkatastrophen wie Fukushima beitragen möchte. Daher
fordern wir die Cloud Computing-Anbieter auf, endlich auf Erneuerbare
Energiequellen umzusteigen und damit eine Vorreiterrolle
einzunehmen", so Claudia Sprinz von Greenpeace.

Weitere Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/cloudcomputing.html

Rückfragehinweis:

Greenpeace CEE
   Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin Greenpeace Österreich; 
   Tel.: 0664-6126731
   Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace Österreich; 
   Tel.: 0664-6126718
   mailto:[email protected]
   www.greenpeace.at

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