- 21.04.2011, 08:00:12
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"profil": Hypo-Chef Kranebitter: Steuerzahler könnten auf Kosten der Notverstaatlichung sitzen bleiben
Gottwald Kranebitter: "Man muss auf dem Boden bleiben" - Zerschlagung der Bank bis 2014 geplant
Wien (OTS) - In einem Interview in der Freitag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" räumt der seit einem Jahr
amtierende Vorstandsvorsitzende der Hypo Alpe-Adria-Bank
International AG, Gottwald Kranebitter erstmals ein, dass Österreichs
Steuerzahler wohl auf einem Teil der Kosten der Notverstaatlichung
sitzen bleiben könnten. Die Bank hatte bekanntlich nach 2008
insgesamt 1,55 Milliarden Euro vom Bund und Land Kärnten beansprucht
und war bisher nicht in der Lage, das staatliche
Partizipationskapital zu bedienen. Aus diesem Titel sind dem Budget
seit 2008 zusätzlich 180 Millionen Euro entgangen, insgesamt also 1,7
Milliarden. Das dieser Betrag im Zuge der beabsichtigten
Reprivatisierung wieder herein kommt, will Kranebitter ausdrücklich
nicht bestätigen: "Ich glaube, man muss in dieser Frage auf dem Boden
bleiben. Die Bank muss bis 2017 öffentlich garantierte Finanzierungen
von insgesamt 20 Milliarden Euro zurückzahlen. Erst danach stellt
sich die Frage, wie viel die öffentliche Hand von ihren eingesetzten
Geldern zurückbekommt. Unser Ziel ist es, möglichst viel davon wieder
herein zu spielen."
Bis 2014 will Kranebitter Käufer für drei Teilbereiche der Bank
finden: Das Österreich-Geschäft, die Italien-Tochter und das Netzwerk
in Südosteuropa. Damit wird die Hypo Alpe-Adria de facto zerschlagen.
"Die Bank wird in gut abgrenzbare, auch heute schon selbstständig
agierende Einheiten aufgeteilt, die anschließend verkauft werden
sollen", so Kranebitter. "Die Hypo Alpe-Adria zu ihrem größenmäßigen
Höhepunkt am 31. Dezember 2008 wird es in Zukunft nicht mehr geben."
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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