- 20.04.2011, 13:11:08
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Berlakovich: Italiens Vollbremsung auf dem Atomkraft-Weg wichtig
Umgehendes Umschwenken auf Erneuerbare Energien gefordert
Wien (OTS) - Dass die Regierung von Silvio Berlusconi gestern
überraschender Weise einen Gesetzesänderungsantrag eingebracht hat,
um den ursprünglich geplanten Wiedereinstieg in die Kernenergie zu
stoppen, bezeichnet Umweltminister Niki Berlakovich als "wichtige
180Grad-Wendung". "Es verleiht unseren Forderungen Rückenwind, dass
Italien auf seinem höchst riskanten Weg zurück zur Kernenergie eine
Vollbremsung hinlegt und sich voller Einsatz für mehr Nachhaltigkeit
in Form von Erneuerbaren Energien und Effizienzsteigerungen
entscheidet", so Berlakovich.
"Jetzt sind der Senat und die 2. Kammer des italienischen
Parlamentes gefordert, die Gesetzesänderungen durchzuführen. Ich
will, dass Italien und ganz Europa möglichst schnell vom Irrweg der
Atomkraft wegkommen. Es geht schließlich um nichts Geringeres als um
die Sicherheit der Bevölkerung. Außerdem werde ich nicht müde zu
betonen, dass die Kernkraft keine saubere Energieform ist, die Europa
bei den Klimaschutzzielen weiterhelfen kann. Vielmehr sind die
Entsorgungsproblematik und zahlreiche weitere technische Risiken
komplett ungeklärt", unterstreicht der Umweltminister.
"Für unser Land habe ich die Vision der Energieautarkie
Österreichs, dass per saldo so viel Energie erzeugt wie verbraucht
wird. Mein Ziel ist laut wissenschaftlicher Studie bis 2050 umsetzbar
und basiert auf Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. In
unserem Land gibt es viele positive und innovative Beispiele, die
belegen, dass Energieautarkie nicht nur mit Umweltschutz, sondern
auch mit einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und green jobs
verbunden ist. Italien ist selbstverständlich eingeladen, an der von
mir geplanten Anti-Atom-Allianz mitzuwirken und seine Position
einzubringen", so Berlakovich.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
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