• 20.04.2011, 08:29:05
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LR ANSCHOBER: BM Mitterlehner hält Solarstrom klein und damit Atomstrom groß

Wirtschaftsminister beharrt auf schlechtester Ökostromförderung in Europa: das ist wirtschafts- und arbeitsmarktfeindlich

Linz (OTS) - Wirtschaftsminister Mitterlehner hat Oberösterreichs
Energielandesrat Rudi Anschober nun schriftlich mitgeteilt, dass er
nicht bereit sei, die Deckelung und damit Beschränkung der
Photovoltaikförderung im Ökostromgesetz aufzuheben.

Anschober: "Damit beharrt der Wirtschaftsminister darauf,
Solarstrom klein zu halten. Damit hält er Atomstrom in Österreich
groß und zerstört die Chancen auf Tausende neue Jobs in der im
sonstigen Europa boomenden PV-Branche. Und koppelt Österreich von der
Technologieentwicklung der Leitindustrie des 21.Jahrhunderts ab. Das
ist gelebte Wirtschaftsfeindlichkeit."

In einem LR Anschober vorliegenden Antwortmail auf einen
Leserbrief eines Bürgers, der die schlechte Fördersituation
kritisiert, zeigt Mitterlehner skandalöse Uninformiertheit. Wörtlich
spricht er davon, dass die Photovoltaik die teuerste Energieform sei
und mit den Förderungen Arbeitsplätze in China geschaffen werden.

Anschober: "BM Mitterlehner weiß offensichtlich nicht oder
verschweigt, dass alleine in Deutschland in den vergangenen
Jahrzehnten rund 200 Milliarden Euro an Subvention in die Atomenergie
geflossen sind und dass sich der Preis für PV-Anlagen in Deutschland
von 2006 auf 2010 beinahe halbiert hat. Bis 2015 wird eine weitere
Halbierung erwartet. 1996 wurde weltweit im gesamten Jahr rund ein
Megawatt Solarstrom erzeugt, heute ist dies der Produktionswert einer
Stunde, Ende 2011 wird die weltweit installierte Gesamtleistung bei
ca.60 Gigawatt liegen (das ist eine Ver-60.000-fachung) und einen
Stromertrag liefern, der mit jenem aus zehn großen Atomkraftwerken
vergleichbar ist. Mittlerweile 133.000 Menschen sind in Deutschland
in der PV-Branche beschäftigt (zum Vergleich sind es 38.000 in der
Atomwirtschaft). Und Paradeunternehmen wie der Wechselrichterkonzern
Fronius aus Oberösterreich sichern bereits mehr als 500 Jobs in der
Solarbranche und müssen 98 Prozent ihres Umsatzes im Export
erwirtschaften. Wegen der verheerenden Bundespolitik, die die
Entwicklung der Solarwirtschaft verhindert."

Anschober appelliert daher neuerlich an die Bundesregierung,
endlich die Weichen für die Energiewende zu stellen und damit die
Chance auf zehntausende neue Jobs in Österreichs zu nutzen.
Anschober: "Wer jetzt, wo in ganz Europa die Energiewende beginnt,
weiter blockiert, der handelt verantwortungslos, wirtschaftsfeindlich
und vergibt eine der größten Arbeitsmarktchancen für Österreich."

Rückfragehinweis:

Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag.a Sandra Urban
   Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, [email protected]
    Tel. 0664 / 829 86 51, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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