- 19.04.2011, 12:47:25
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Förderzusagen der zweiten Jurysitzung 2011: Filmfonds Wien fördert spektakuläres Erstlingsprojekt
Wien (OTS) - Zur zweiten Jurysitzung des Jahres wurden 40 Projekte
mit einer Gesamtantragssumme von 4.143.404 Euro eingereicht. Die
Jury, bestehend aus Christian Kubo, Eric Pleskow, Jörg Schneider,
Beatrix Wesle und Peter Zawrel, erteilte 19 Projekten eine Zusage -
eine Fördersumme in Höhe von 1.716.679 Euro wurde vergeben. Zwölf der
Zusagen gingen an Spielfilmprojekte, sieben an Dokumentarfilme.
Elf Projekten wurde eine Herstellungsförderung in der Gesamthöhe von
1.541.000 Euro zugesagt:
Mit dem von der Satel Film produzierten WHERE I BELONG wird der in
London lebende Österreicher Fritz Urschitz sein Regiedebut
bestreiten. In den Hauptrollen ist Johannes Krisch neben der aus "My
Summer Of Love" bekannten Natalie Press und dem deutschen Mathias
Habich ("Der Untergang") zu sehen - sein erster Kinoauftritt auf
internationalem Terrain. Jan Spoczynski, Art Director von "Match
Point" und "Stage Beauty" konnte für die Ausstattung des im London
der 50er-Jahre angesiedelten Coming-Of-Age-Dramas gewonnen werden.
Daniel Kehlmanns biografischer Roman DIE VERMESSUNG DER WELT über die
beiden gegensätzlichen Forscher Humboldt und Gauß wird von der Lotus
Film (in Koproduktion mit Boje Buck) umgesetzt. Detlev Buck wird
Regie führen.
Antonin Svobodas THE BOUNDARY MAN begibt sich auf die Spuren des
Psychiaters und Grenzforschers Wilhelm Reich - verkörpert von
Klaus-Maria Brandauer. Der von coop99 produzierte Spielfilm
thematisiert dessen Konflikt mit den gesellschaftspolitischen
Konventionen in den USA der 1950er-Jahre.
Weitere Zusagen erhielten die Spielfilmproduktionen GEHEN AM
STRAND von Caspar Pfaundler und DAS GROSSE HEFT von János Szász.
Im Dokumentarfilmbereich geht es zunächst um globale Entwicklungen:
Während sich das Projekt OCHLOPHOBIA von Werner Boote mit dem Thema
Überbevölkerung beschäftigt, wird Edgar Hagen das Publikum auf eine
REISE ZUM SICHERSTEN ORT DER ERDE entführen: Brisantes Thema hier ist
die Frage nach der Endlagerung von Atommüll. PROJEKT: SUPERWOMAN von
Barbara Casper untersucht mit Hilfe von Animation und vor dem
Hintergrund einer historischen Tragödie die Entwicklung von
Mutter-Tochter-Beziehungen bis in die moderne Zeit. Der Film AUF DEN
BAROCKADEN von Doris Kittler dokumentiert eine neue Form des
kreativen Protests am Wiener Augartenspitz.
Acht Projekten wurde eine Projektentwicklungsförderung in der
Gesamthöhe von 175.679 Euro zugesagt:
Auch hier dominieren historische Stoffe: Die mehrfach
ausgezeichnete Regisseurin Jessica Hausner widmet sich im Kleistjahr
mit AMOUR FOU den letzten Lebensmonaten Heinrich von Kleists und
Henriette Vogels. Barbara Albert entwickelt mit SCHEMEN eine
Geschichte um die erblindete Pianistin Maria Theresia Paradis und
ihre Heilung, angesiedelt in Wien um 1777 - nach dem Roman "Am Anfang
war die Nacht Musik" von Alissa Walser. Im Drehbuch DIE KOMMUNE,
verfasst von Franz Novotny und Franzobel, gerät ein junges Paar auf
der Flucht vor gesellschaftlichen Zwängen in den Einflussbereich Otto
Mühls und seiner Kommune. Einen filmischen Rückblick auf das Wien der
letzten 100 Jahre unternimmt Timo Novotny mit seinem Projekt WIEN WAR
MOSKAU UND PARIS.
Weitere Zusagen für Projektentwicklung erhielten Stefan Stratil
und Bob Baker mit BIONET, Alrun Fichtenbauer und das
Kinderfilmprojekt FAMILIE SCHAUERLICH MACHT URLAUB, die Komödie
OTTAKRING von Mike Majzen und Péter Kerekes' Film SUBSTITUTES über
die Reservisten der Weltraumfahrt.
Detaillierte Informationen zu den geförderten Filmen sind auf
www.filmfonds-wien.at abrufbar.
Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Hahn
[email protected]
Tel.: +43 1 526 50 88-11
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