- 18.04.2011, 10:00:37
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ÖVAG Konzern hat 2010 den Turnaround geschafft
Weichen für den nachhaltigen zukünftigen Erfolg der ÖVAG sind gestellt
Wien (OTS) - Unterwegs zu neuer Stärke - Die wichtigsten Fakten im
Überblick:
- Turnaround des Konzerns erfolgreich vollzogen
- Ergebnis vor Steuern: EUR 91 Mio.
- Ergebnis nach Steuern und Minderheiten: EUR 55 Mio.
- Operatives Ergebnis: EUR 432 Mio. (+ 34 % bzw. EUR 110 Mio. mehr
als 2009)
- Tier I Ratio (bezogen auf das Kreditrisiko): 10,3 %
- Eigenmittelquote (bezogen auf das Gesamtrisiko): 12,8 %
Risikovorsorgen mehr als halbiert (2010: EUR 364 Mio., 2009: EUR 852
Mio.)
- Rückführung von EUR 300 Mio. staatlichem PS-Kapital in 2011
beschlossen
- Erfolgsabhängige Instrumente sollten für 2011 wieder ausschütten
- Spaltung der ÖVAG in die Investkredit im Juli. Zusammenführung
bringt Synergien von EUR 22 Mio. pro Jahr
- Regionale Volksbanken stehen hinter der ÖVAG: Kapitalmaßnahme ist
Zeichen voller Unterstützung der neuen Strategie
Der Konzern der Österreichischen Volkbanken-Aktiengesellschaft (ÖVAG)
ist wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt: Die positive Tendenz, die
sich bereits in den letzten Quartalszahlen abgezeichnet hat, wurde im
Jahresergebnis 2010 bestätigt: Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt
EUR 91 Mio. Generaldirektor Gerald Wenzel: "Wir haben die Weichen für
den nachhaltigen zukünftigen Erfolg der ÖVAG gestellt sowie eine neue
Strategie entwickelt und implementiert. Zusammen mit den Volksbanken
werden wir den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen und die
Marke ÖVAG weiter stärken." *****
Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Kapitalbasis des ÖVAG Konzerns
weiter verbessert werden: Die Kernkapitalquote erreicht 10,3 Prozent
nach 10,0 Prozent im Vorjahr. Die Eigenmittelquote bezogen auf das
Gesamtrisiko beträgt zum 31. Dezember 2010 12,8 Prozent. Die
vorhandenen Eigenmittel übersteigen damit das regulatorische
Erfordernis um mehr als EUR 1,3 Mrd. bzw. 59,7 Prozent. Einer der
Faktoren hinter dem guten Ergebnis ist der Zinsüberschuss mit EUR 776
Mio. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 hat er sich um EUR 180 Mio.
oder 30 Prozent verbessert. Aufgrund des gestiegenen Zinsergebnisses
erhöhte sich das operative Ergebnis um EUR 110 Mio. oder 34 Prozent
und beträgt EUR 432 Mio. Die operative Cost-Income-Ratio konnte von
62,6 Prozent um 6,5 Prozentpunkte auf 56,1 Prozent verbessert werden.
Geschäftsverlauf: Risikovorsorgen mehr als halbiert
Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Teilen Mittel-
und Osteuropas konnten die Risikovorsorgen um EUR 487 Mio. oder 57
Prozent auf EUR 364 Mio. reduziert werden.
Das Handelsergebnis von EUR 40 Mio. liegt aufgrund der steilen
Zinskurve um EUR 23 Mio. hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres. Das
Value at Risk Limit für das Handelsbuch betrug im Jahr 2010 EUR 3,9
Mio. pro Tag und wurde zu keinem Zeitpunkt überschritten. Die
durchschnittliche Auslastung des Handelsbuch-Limits lag in 2010 bei
37,5 Prozent, was ein Zeichen für die konservative Risikostrategie
des ÖVAG Konzerns ist.
Der Verwaltungsaufwand beträgt für 2010 EUR 551 Mio. und weist
damit zur Vergleichsperiode des Vorjahres einen Anstieg von EUR 13
Mio. oder 2,4 Prozent auf.
Der Personalstand im Konzern verringerte sich seit 2009 um 209
Mitarbeiter. Insgesamt betreuten zum Jahresende 2010 (bereinigt um
die Mitarbeiter der Veräußerungsgruppe) 7.531 Mitarbeiter in über 549
Vertriebsstellen im In- und Ausland die Kunden des ÖVAG Konzerns.
Mit 6. August 2010 wurde der Verkauf der VB Linz+Mühlviertel
abgeschlossen. Weiters übernahm die CA Immobilien Anlagen AG mit
Ablauf des 31. Dezembers 2010 unsere Anteile an der Europolis Gruppe.
Das operative Ergebnis der Europolis Gruppe für das Geschäftsjahr
2010 sowie die Bewertung der Aktiva und Passiva in Hinblick auf den
zu erzielenden Kaufpreis sind in unseren Ergebnissen 2010
berücksichtigt.
Bilanz und Eigenmittel
Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2010 EUR 46,5 Mrd. und
zeigt somit einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,7 Mrd. oder
5,5 Prozent. Bereinigt um die Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe
ging die Bilanzsumme um EUR 2,2 Mrd. oder 4,7 Prozent zurück.
Die Forderungen an Kunden betragen zum Ultimo 2010 EUR 23,6 Mrd.
und bleiben um EUR 0,5 Mrd. oder 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Das ist vor allem auf Rückgänge im Segment Unternehmen (EUR 0,8 Mrd.)
zurückzuführen. Bei den Banken in CEE ist ein Anstieg der
Kundenforderungen in Höhe von EUR 0,4 Mrd. zu verzeichnen. Die
verbrieften Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010 betragen EUR 16,1
Mrd. und verringerten sich gegenüber dem Vorjahresultimo um EUR 1,2
Mrd. oder 7 Prozent. Dies ist einerseits auf planmäßige Tilgungen und
andererseits auf Rückkäufe im Konzern zurückzuführen, die nur
teilweise durch neue Emissionen kompensiert wurden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind um EUR 0,2 Mrd. auf
EUR 7,3 Mrd. gesunken.
Die bankrechtlichen Eigenmittel der ÖVAG Gruppe zum 31. Dezember
2010 betragen EUR 3,6 Mrd. Die Tier I Ratio (Verhältnis Kernkapital
zur Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko) erreicht 10,3 Prozent,
im Vorjahr lag sie bei 10,0 Prozent. Die Tier I Ratio bezogen auf das
Gesamtrisiko zum Ultimo 2010 beträgt 9,4 Prozent (31. Dezember 2009:
9,2 Prozent). Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko liegt
bei 12,8 Prozent (31. Dezember 2009: 12,5 Prozent). Die vorhandenen
Eigenmittel übersteigen das regulatorische Erfordernis um mehr als
EUR 1,3 Mrd. bzw. 59,7 Prozent. Mit diesen Kennzahlen verfügt der
ÖVAG Konzern über eine hervorragende Eigenmittelausstattung.
Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2011 und die Folgejahre rechnet die
ÖVAG mit einem stabilen Ergebnis vor Steuern von über EUR 100 Mio.
jährlich. Aus derzeitiger Sicht wird im Geschäftsjahr 2011 die Basis
für Ausschüttungen auf das Bundes-Partizipationskapital sowie auf
alle anderen ergebnisabhängigen Instrumente im Jahr 2012 gelegt.
Gemäß Vertrag mit der Republik Österreich wird die ÖVAG im Jahr 2011
EUR 300 Mio. staatliches Partizipationskapital an die Republik
Österreich zurückführen.
Wichtigste Kennzahlen des ÖVAG Konzernabschlusses 2010 im Überblick:
Jahresergebnis vor Steuern: 90,8 Mio. Euro
Jahresergebnis nach Steuern und Minderheiten: 55,4 Mio. Euro
Bilanzsumme: 46,5 Mrd. Euro
Tier I Ratio: 10,3 %
Eigenmittelquote: 12,8 %
Forderungen an Kunden: 23,6 Mrd. Euro
bankrechtliche Eigenmittel: 3,6 Mrd. Euro
Eigenmittelüberschuss: 1,3 Mrd. Euro
Zinsüberschuss: 776,3 Mio. Euro
Ultimo-Anzahl Mitarbeiter: 7.531
Vertriebsstellen: 549 (Schluss)
Rückfragehinweis:
Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft
Walter Gröblinger
Tel : +43(0)50 4004-3864
mail to: [email protected]
www.volksbank.com
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