OTS0020   18. Apr. 2011, 08:42

"Atomkraft ist und bleibt ein Irrweg"

Ausstellung im Landhaus zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe


Am 26. April, dem Jahrestag des atomaren
Unglücks von Tschernobyl, eröffnet Landeshauptmann Herbert Sausgruber
im Landhaus in Bregenz die Ausstellung "25 Jahre Tschernobyl:
Nukleare Katastrophe und Solidarität". Für Sausgruber und Landesrat
Erich Schwärzler ist die Veranstaltung Anlass, einmal mehr die
konsequente Ablehnung der Kernenergie durch das Land Vorarlberg und
seine Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen.

"Die Atomkraft ist und bleibt ein Irrweg, weil diese Technik nicht
beherrschbar ist und die Gefahren für Mensch und Natur völlig
unkalkulierbar sind", sagt Sausgruber. Die Richtigkeit und
Notwendigkeit der Vorarlberger Anti-Atom-Haltung werde durch die
Tatsache, dass die Folgen von Tschernobyl auch 25 Jahre später noch
sicht- und spürbar sind, und durch die aktuellen Ereignisse in Japan
auf dramatische Weise bestätigt.

Die Explosion im Reaktor von Tschernobyl am 26. April 1986 hatte
verheerende Konsequenzen insbesondere für Weißrussland sowie für
Teile der Ukraine und Russlands. Millionen von Menschen leiden heute
noch an gesundheitlichen Schäden, die auf diese Katastrophe
zurückgehen. Mehrere Vorarlberger Initiativen engagieren sich dank
der Spendenbereitschaft der Bevölkerung und mit Unterstützung durch
Betriebe und Gemeinden schon seit Jahren in der Hilfe für
Strahlenopfer. Insbesondere zwischen Vorarlberg und dem Gebiet Gomel
(Weißrussland) ist eine Brücke der Solidarität entstanden. Die
Ausstellung im Landhaus dokumentiert das in eindrucksvoller Weise.

Tschernobyl hat auch in Westeuropa zu einer gefährlich erhöhten
Strahlendosis geführt. Darüber wird bei der Ausstellungseröffnung der
Münchener Strahlenmediziner Edmund Lengfelder in seinem Vortrag
"Gesundheitsschäden auch im Westen" berichten. Weiters wird die
Journalistin Marianne Mathis, die sich seit vielen Jahren in der
Hilfe für Strahlenopfer engagiert, im Gespräch mit dem Zeitzeugen
Denis Burnos aus Gomel einen Einblick in den Alltag im verstrahlten
Gebiet geben. Schließlich wird der Bludenzer Bildende Künstler Ingo
Springenschmid mit einem Statement "Kunst und Kultur unter dem
Eindruck der nuklearen Katastrophe" aufwarten.

"25 Jahre Tschernobyl: Nukleare Katastrophe und Solidarität"
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 26, April 2011, 17.30 Uhr im
Landhaus in Bregenz.
Die Ausstellung kann bis Dienstag, 3. Mai jeweils werktags von 8.00
bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0020 2011-04-18 08:42 180842 Apr 11 NVL0001 0355



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