• 18.04.2011, 08:40:55
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Creditreform FIRMENINSOLVENZSTATISTIK 1. Quartal 2011: 27 Insolvenzen pro Werktag

Firmeninsolvenzverfahren steigen wieder (+3,5%)

Wien (OTS) - Die endgültigen Zahlen der Creditreform
Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Quartal 2011 zeigen, dass die
Firmeninsolvenzen nach einem Rückgang im Jahr 2010 wieder steigen.
Die Unternehmensinsolvenzen sind um 3,5% auf 1.692 Verfahren
gestiegen. Der Anstieg der eröffneten Verfahren beträgt 5,2% (891
Unternehmen). Die Hauptursachen für das Scheitern der Unternehmen
liegen in Managementfehlern wie z.B. einer mangelhaften Buchhaltung
und fehlendem Risikomanagement, in einer unzureichenden
Kapitalausstattung und in der allgemeinen Wirtschaftslage. Dazu
Rainer Kubicki, Geschäftsführer von Creditreform: "Viele Unternehmen
haben Dank eines angesparten Kapitalpolsters und der besonderen
Unterstützung durch ihre Hausbanken die Krise im vergangenen Jahr
durchtaucht. Nun aber steigen die Insolvenzen wieder. Den Unternehmen
ist daher weiterhin zu raten, sich intensiv und professionell mit
ihrem finanziellen Risikomanagement zu befassen."

Bundesländervergleich

Der Blick auf die Bundesländer zeigt folgendes Bild: Das
Burgenland (+20,6%), Wien (+16,4%) und die Steiermark (+13,1%) weisen
eine steigende Entwicklung auf. Hingegen gingen in Vorarlberg
(-31,0%), Salzburg (-29,9%) und Kärnten (-6,9%) die Insolvenzen
zurück.

Die höchste relative Insolvenzbetroffenheit herrschte in Wien mit
7 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen. Österreichweit wurden im
Durchschnitt mehr als 4 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen gezählt.

Branchenvergleich

Die am stärksten betroffenen Branchen sind das Bauwesen mit über
11 Insolvenzen je 1.000 Branchenunternehmen sowie die Branche
"Verkehr- und Nachrichtenübermittlung" mit über 8 Insolvenzen je
1.000 Branchenunternehmen. Das Bauwesen verzeichnete mit 26,3% auch
den das höchsten Zuwachs zugefolgt von den Unternehmensbezogenen
Dienstleistungen mit Plus 14,9%.

Conclusio 1. Quartal 2011

Während im Gesamtjahr 2010 die Unternehmensinsolvenzen um fast 6%
zurückgegangen sind, scheint es nun in den ersten drei Monaten 2011
zu einer Trendumkehr gekommen zu sein. Daraus schon jetzt einen
Schluss auf die Entwicklung für das Gesamtjahr zu ziehen, ist
vielleicht zu früh. Den Unternehmen ist aber trotzdem angesichts
dieser Situation zu raten, weiterhin überlegt zu agieren.
Kaufmännisch solides Verhalten ist noch immer der beste Schutz vor
Risiken.

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AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragehinweis:

und Insolvenzstatistik:
   Mag. Gerhard M. Weinhofer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
   Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG 
   Tel.: +43-1-218 62 20-551
   mailto: [email protected]
   www.creditreform.at

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