• 15.04.2011, 10:05:58
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AK Spritpreis-Erhebung: Kräftig rauf zu Mittag, schleppend runter!

Tankstellen erhöhen Preis zu Mittag um bis zu elf Cent pro Liter - Mineralölkonzerne machen Körberlgeld

Wien (OTS) - Höchstpreise für Sprit vor Ostern - und jetzt auch
noch kräftige Aufschläge zur Mittagsspitze: Das zeigt eine aktuelle
AK Stichproben-Erhebung bei 30 Wiener Tankstellen. Die Tankstellen
erhöhen ihre Preise zum erlaubten Zeitpunkt zwölf Uhr Mittag um
durchschnittlich vier bis fünf Cent, einzelne sogar um zehn bis elf
Cent pro Liter! Ab Mittag gehen dann die Preise nach und nach runter
- um durchschnittlich fünf Cent pro Liter in 24 Stunden. Wie
erwartet, ist knapp vor Mittag Tanken am günstigsten. "Die
Preistreiberei muss gestoppt werden. Die Mineralölkonzerne haben
einen Spielraum beim Preis und machen sich mit den Preiserhöhungen zu
Mittag ein Körberlgeld", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel
angesichts der Rekordpreise und Milliardengewinne der
Mineralölkonzerne. Er verlangt vom Wirtschaftsminister, die
Tankstellen-Verordnung zu ändern: Die Preise sollen nur um neun Uhr
vormittags erhöht werden dürfen. "Das wäre konsumentenfreundlicher",
so Tumpel, "dann wären im Früh- und Abendverkehr günstigere Preise
für zu erwarten." Tumpel appelliert an die Mineralölfirmen "die
Preise vor den Feiertagen nicht in die Höhe zu schrauben und sich
dadurch ein zusätzliches Körberlgeld zu holen."

Die Stichproben-Erhebung der AK zeigt außerdem: Diskonter haben
generell niedrigere Preise und ändern diese niedrigen Preise auch
weniger oft als Markentankstellen. Auffällig: Nur eine einzige
Tankstelle senkte im Beobachtungszeitraum zu Mittag ihren
Diesel-Preis um einen Cent pro Liter - dabei handelte es sich um eine
Diskonttankstelle, die den Preis zuvor über zwei Tage hinweg stabil
gehalten hat.

Die AK rät den Konsumenten, wenn möglich in der Früh oder am
Vormittag zu tanken. Vor allem für den Osterreise-Verkehr empfiehlt
es sich, die Preise zu vergleichen. Wenn es sich vermeiden lässt,
sollten Autofahrer den Tank nicht auf Autobahntankstellen füllen -
sie sind um durchschnittlich rund neun Cent pro Liter teurer als
normale Tankstellen.

"Es kann nicht sein, dass die Autofahrer Rekordpreise zahlen und
die Firmen Rekordgewinne schreiben", so Tumpel. "Die Preistreiberei
muss gestoppt werden." Die AK fordert daher:
+ Die Regierung muss sich auf EU-Ebene für Maßnahmen gegen
Spekulationen auf den Rohstoffmärken, insbesondere auf dem Ölmarkt,
einsetzen. Denn beim Öl etwa geht die Preistreiberei zu 35 bis 40
Prozent allein auf die Ölspekulanten zurück.
+ Die EU-Kommission muss die Preisbildung beim Rohöl und Sprit
prüfen.
+ Die Bundeswettbewerbsbehörde soll den österreichischen
Tankstellenmarkt genau unter die Lupe nehmen wegen möglicher
Preisabsprachen.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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