• 15.04.2011, 09:40:17
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BM Schmied legt Gesetzespaket für ganztägige Schulangebote vor

Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied: "Begutachtungsentwurf schafft Grundlage für Ausbau qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote in der Schule"

Wien (OTS) -
Mit einer Reihe von Gesetzesentwürfen und Verordnungen, die am
Freitag in Begutachtung gehen, setzt Bildungsministerin Dr. Claudia
Schmied einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der
Regierungsbeschlüsse zum Ausbau ganztägiger Schulangebote. Der
Begutachtungszeitraum umfasst vier Wochen. Damit ist ausreichend Zeit
für Stellungnahmen eingeplant. Daran anschließend wird gemeinsam mit
dem Regierungspartner die Ministerratsvorlage fertig gestellt.

"In enger Kooperation mit Experten der Bundesländer und der
Landesschulräte wurde ein erstes Maßnahmenpaket geschnürt, das die
Grundlage für den Ausbau qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote in
der Schule von derzeit 105.000 auf 160.000 Plätze darstellt. Es
sollen inklusive der Hortplätze rund 210.000 ganztägige Plätze
angeboten werden", erklärt die Bildungsministerin. Dafür stehen bis
2014 jährlich 80 Millionen Euro zusätzliche "Offensivmittel des
Bundes" zur Verfügung, die die Bundesregierung bei der
Regierungsklausur in Loipersdorf und beim Schulgipfel im November
2010 dafür vorgesehen hat. Diese Mittel werden für Personalkosten
sowie für die Anschubfinanzierung im Pflichtschulbereich verwendet.

"Jedes Kind, das einen Tagesbetreuungsplatz benötigt, soll ein
hochwertiges Angebot an einer öffentlichen Schule bekommen. Und auch
bei diesem Projekt steht die massive Verbesserung der Qualität in der
Schule im Mittelpunkt", betont Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied
die gemeinsame Zielsetzung der Bundesregierung.

Mehr Qualität durch kleinere Gruppen:

Ein verpflichtendes Angebot für Ganztagsbetreuung bis 16.00 Uhr soll
es künftig schon ab 12 angemeldeten SchülerInnen statt wie bisher ab
15 Anmeldungen geben.

Die Anzahl der Tage, für die SchülerInnen pro Woche angemeldet werden
müssen, wird künftig flexibler gehandhabt.

Neben klassen-, schulstufen- und schulübergreifenden Angeboten ist
künftig eine schulartenübergreifende Tagesbetreuung bei gleichartigen
Schulerhaltern möglich.

Mehr Qualität durch FreizeitpädagogInnen:

Es wird im Hochschulgesetz ein zweisemestriger berufsbegleitender
Hochschullehrgang für Freizeitpädagogik verankert.

Die FreizeitpädagogInnen sollen ausschließlich zur Gestaltung der
Freizeit in den ganztägigen Schulformen im Einsatz sein.

Dieses Modell richtet sich vor allem an MitarbeiterInnen von Vereinen
etwa aus den Bereichen Kultur, Musik und Sport, die lokal Verträge
als Kooperationspartner der Schulen bei der Freizeitbetreuung
abschließen.

Zur Umsetzung dieser Qualitätsoffensive sollen die entsprechenden
legistischen Maßnahmen bis zum Beginn des Schuljahres 2011/12 in
Kraft treten. Ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt sollen Vereinbarungen
mit den Ländern (§15a-Verträge) fixiert werden, nach denen der Bund
die Anschubfinanzierung für den Ausbau der Ganztagsbetreuung leistet.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in den nun folgenden
eingehenden Gesprächen mit den Ländern engagiert zusammenarbeiten und
gemeinsame Lösungen finden werden, damit im Schuljahr 2011/12 die
Qualitätsoffensive für den Ausbau ganztägiger Betreuungsangebote an
den öffentlichen Schulen starten kann", schloss Bildungsministerin
Dr. Claudia Schmied.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
   Josef Galley
   Pressesprecher
   Tel.: +43-1-53120-5019
   mailto:[email protected]
   bmukk.gv.at
   mobil: +43-664-96-99-616

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