- 14.04.2011, 14:23:46
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Steirische Eierbauern: Große Sorgen trotz europäischer Vorreiterrolle
Ausländische Billig-Käfigeier drängen auf österreichischen Markt
Wien (OTS) - Die Steiermark ist das größte Eierland Österreichs.
"Die heimischen Eierbauern sind auch in punkto tierfreundlicher
Haltung und gentechnikfreier Fütterung europaweiter Vorreiter",
betont der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, Johann
Resch. Und weiter: "Trotzdem sind die Eierbauern unter massivem
Druck. Der Import von ausländischen Billig-Käfigeiern drückt die
Preise inländischer Qualitätsware in den Keller", macht Resch auf die
schwierige Lage der rund 700 steirischen Legehennen-Halter
aufmerksam.
Auf Kennzeichnung bei Farbeiern achten
Häufig ist bei gefärbten Eiern die Herkunftskennzeichnung aufgrund
des Bearbeitungsprozesses unleserlich und deshalb nicht mehr
nachvollziehbar. Daher appelliert Resch an die Konsumenten bei
Farbeiern auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel, das AMA-Biozeichen
oder auf die Marke "Gutes vom Bauernhof" zu achten. Nur diese Marken
garantieren die heimische Herkunft von Farbeiern.
"Während der Lebensmittelhandel nur mehr Eier aus tierfreundlicher
Haltung anbietet, essen die Österreicher quasi durch die Hintertür
Käfig-Eier", zeigt Resch auf. Die LK Steiermark verlangt daher eine
gesetzliche Kennzeichnungspflicht sowohl für die Gastronomie und
Hotellerie als auch für Lebensmittel mit Ei-Anteil wie Back- oder
Teigwaren. 24% des österreichischen Eigenverbrauchs im Wert von EUR
41 Mio. werden importiert. Diese Billigst-Käfigeier landen
überwiegend in der Eier verarbeitenden Industrie sowie in der
Gastronomie und Hotellerie.
Rechnung für heimische Eierproduzenten stimmt nicht
"Bei sinkenden Eierpreisen und steigenden Futterkosten ist eine
wirtschaftliche Eierproduktion nicht mehr möglich", klagt Anton Uitz,
Obmann der Steirischen Geflügelhalter. Zusätzlich investierten die
steirischen Eierproduzenten rund EUR 55 Mio. (Österreich: mehr als
EUR 100 Mio.) in seit 2009 verpflichtende alternative
Legehennenhaltungen. Seit Herbst 2010 haben sie auch auf
gentechnikfreie Fütterung umgestellt. "Diese europäische
Vorreiterrolle wird nicht honoriert", so Uitz weiter.
Tierleid nicht importieren - Käfighaltung auch in EU verbieten
Länder wie Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal,
Bulgarien, Rumänien, Polen oder Ungarn drängen auf eine Verschiebung
der für 01.01.2012 vorgesehenen EU-weiten Umstellung auf
tierfreundliche Haltungsformen. "Wir verlangen, dass die EU den
geplanten Fahrplan einhält", fordert Resch. Damit wolle man auch
verhindern, dass Tierleid durch Billigst-Käfigeier weiter importiert
wird.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Steiermark Mag. Rosemarie Wilhelm Hamerlinggasse 3, 8011 Graz Tel.: 0316/8050-1280, Fax: 0316/8050-1510 mailto: [email protected] http://www.agrarnet.info
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