- 14.04.2011, 11:14:09
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GRAS: "Abschiebung stoppen - Internationalität fördern"
GRAS kritisiert menschenfeindliche Fremdenrechtspolitik. Auch Studierende sind davon betroffen.
Wien (OTS) - "Die geltenden Fremdenrechtsbestimmungen richten sich
gegen Einzelpersonen, denen beim Versuch in Österreich Fuß zu fassen
alle erdenklichen Hürden in den Weg gelegt werden. Außerdem sind sie
ein weiterer Auswuchs einer wissenschaftsfeindlichen Politik",
kritisiert Maria Clar, Spitzenkandidatin der GRAS (Grüne &
Alternative StudentInnen) und macht deutlich, dass auch Studierende
davon Betroffen sind. " Für Menschen aus Nicht-EU und -EWR-Staaten
ist es fast unmöglich in Österreich zu studieren. Ihnen werden
immense bürokratische sowie finanzielle Hürden in den Weg gelegt", so
Janine Wulz, ebenfalls Spitzenkandidatin der GRAS.
So müssen Nicht- EU und EWR- BürgerInnen unter anderem, um überhaupt
einen Antrag auf ein Studierendenvisum stellen zu können, ein
Vermögen von knapp 5000Euro nachweisen. "Welcher österreichische
Studierende wäre bitte dazu in der Lage, so eine Summe
nachzuweisen?", gibt Clar zu bedenken. Doch damit nicht genug. "Haben
Studis ihre Aufenthaltsgenehmigung einmal erhalten, kann diese jedoch
bereits wegen absurdester Kleinigkeiten wieder entzogen werden. Da
reichen schon Verwaltungsübertretungen oder ein zu spät erbrachter
Nachweis des Studienerfolges. Deshalb Menschen in Schubhaft zu
stecken oder gar abzuschieben ist Wahnsinn", so Wulz.
"Die GRAS sieht es auch als eine der zentralen Aufgaben der ÖH solche
Missstände aufzuzeigen, denn schließlich ist sie die Vertretung aller
in Österreich Studierender. Nicht zuletzt, um einen internationalen
Wissenschaftsbetrieb in diesem Land zu ermöglichen, der auch über den
Tellerrand schaut" Wulz weiter. "Dazu braucht es aber weitreichende
Schritte. Die GRAS fordert die umgehende Abschaffung finanzieller und
bürokratischer Hürden, eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Nicht- EU
bzw. EWR- BürgerInnen, sowie das passive Wahlrecht für ausländische
Studierende", fassen Clar und Wulz zusammen.
Rückfragehinweis:
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06503503904 | presse@gras.at
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