• 12.04.2011, 15:12:18
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ISPA: Löschen ist einzig wirksames Mittel gegen Kinderpornografie im Internet

Internationale Zusammenarbeit im Inhope Netzwerk verdeutlicht Erfolge

Währingerstraße 3/18, 1090 Wien (OTS) - "Als Vertretung der
österreichischen Internetwirtschaft begrüßen wir, dass sich die
Justizministerin intensiv mit dem Schutz von Kindern vor sexueller
Ausbeutung im Internet auseinandersetzt", kommentiert ISPA
Generalsekretär Andreas Wildberger den Vorstoß von Justizministerin
Claudia Bandion-Ortner gegen Kinderpornografie im Internet. "Um das
Übel an der Wurzel zu packen sind Websperren allerdings ein völlig
untaugliches Mittel", stellt Wildberger klar. Neben einer massiven
Ausweitung der internationalen Kooperation bei der Täterverfolgung
ist das Löschen von Missbrauchsdarstellungen die einzig wirksame
Maßnahme.

Websperren verdecken das Problem nur, einzig Löschen hilft

Warum die Ministerin allerdings Netzsperren entgegen aller
Erfahrungen und Ratschläge von Experten wieder ins Gespräch bringt,
ist uns ein Rätsel", ist der Branchenvertreter verwundert. "Das
einzig wirksame Mittel gegen Kinderpornografie im Internet ist das
Löschen und die Verfolgung der Täter. Das haben unsere Erfahrungen
mit der nationalen Meldestelle Stopline und den internationalen
Meldestellen im INHOPE Netzwerk gezeigt. Darum wurde auch in
Deutschland ein einschlägiges Websperren-Gesetz abgeschafft. Denn
Websperren verdecken das Problem nur", erklärt Wildberger.

Meldestelle Stopline als effektive Maßnahme um Löschung
voranzutreiben

Die ISPA hat mit der Stopline, der anonymen Meldestelle für
kinderpornografische und nationalsozialistische Inhalte, bereits vor
Jahren eine Einrichtung geschaffen, die dafür sorgt, dass gemeldete
illegale Inhalte innerhalb weniger Stunden von österreichischen
Servern entfernt werden. Befinden sich kinderpornografische Inhalte
auf Servern im Ausland, wird zunächst die Meldestelle im betroffenen
Land kontaktiert. Diese bemüht sich dann so rasch wie möglich über
den Provider im jeweiligen Land die Inhalte aus dem Netz zu
entfernen. Wie unabhängige Messungen gezeigt haben, wird durch die
Kooperation mit INHOPE, dem weltweiten Netz der Beschwerdestellen,
sichergestellt, dass weltweit 99 Prozent aller gemeldeten Inhalte
binnen eines Monats von den Servern entfernt werden.

Verstärkte internationale Kooperation bei der Täterverfolgung
gefordert

"Um gegen Missbrauchsdarstellungen im Internet anzukämpfen, sollte
sich die Ministerin vor allem um die verstärkte internationale
Kooperation bei Täterverfolgung und Opferschutz bemühen. Denn
populistische Rhetorik bringt uns beim Thema Kinderschutz nicht
weiter", schließt Wildberger.

www.stopline.at

Rückfragehinweis:
ISPA Internet Service Providers Austria
Mag. Edith Michaeler
Tel.: 014095576
mailto:[email protected]
www.ispa.at

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