- 12.04.2011, 11:49:03
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PRO-GE-Wimmer: Österreich im Spitzenfeld bei Wettbewerbsfähigkeit
Sinkende Lohnstückkosten tragen zum Aufschwung bei
Wien (OTS/ÖGB) - Die Lohnkosten, die laut deutschem Statistischen
Bundesamt in Österreich überdurchschnittlich hoch sind, darf man
nicht isoliert betrachten. "Österreich liegt auch bei der
Wettbewerbsfähigkeit im Spitzenfeld. 2010 sind die Lohnstückkosten in
der Sachgütererzeugung um 5,4 Prozent gesunken", erklärt Rainer
Wimmer, Vorsitzender der Produktionsgewerkschaft PRO-GE. Für 2011
prognostizieren ExpertInnen eine weitere Verbesserung um 2,7
Prozent.++++
Die produktivitätsorientierte Lohnpolitik der heimischen
Gewerkschaften habe dazu beigetragen, dass sich der
Wirtschaftsaufschwung nach der Krise verstärkt habe. "Das ist mit ein
Grund dafür, dass Österreich die Krise besser überstanden hat als die
meisten anderen Länder", sagt Wimmer. Auch jetzt wäre es das falsche
Signal, mit anderen Ländern in einen Lohnsenkungswettbewerb zu
treten. "Aufschwung kommt nicht von niedrigen Löhnen, sondern von
guter Ausbildung, Forschung und Entwicklung. In diese Bereiche muss
Österreich investieren", fordert Wimmer. Das müsse auch die
Europäische Kommission begreifen, wenn sie ihren Wettbewerbspakt mit
der Lohnentwicklung verknüpft. "Die Löhne sind dann ein Hemmnis für
den Wettbewerb, wenn sie zu niedrig sind, wenn die Menschen nichts
mehr ausgeben können, nicht wenn sie zu hoch sind", kritisiert
Wimmer. "Zu hohe Bonuszahlungen für Manager sollten der Kommission
ein Dorn im Auge sein, nicht der Lebensstandard und die Existenz der
Menschen in Europa."
Lohnstückkosten sind die auf ein bestimmtes Produkt oder eine
Dienstleistung entfallenden Lohnkosten. Lohnstückkosten lassen
Schlüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Qualifikationen der
ArbeitnehmerInnen zu.(fk)
Rückfragehinweis:
PRO-GE Mathias Beer T: 01 53 444 69035 M: 0664 6145 920 [email protected] www.proge.at
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