• 12.04.2011, 11:07:26
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Wien: Gesellschaft im Wandel - vielfältiges Grün

Interessierte und FachexpertInnen diskutierten in der Wiener Urania neueste Entwicklungen des Stadtgrüns in Wien.

Wien (OTS) -
Klassische Formen im Wandel

"Die Wiener Kleingärten sind ein Brennglas gesellschaftlicher und
stadtplanerischer Entwicklungen", zu diesem Resümee kam Dr. Tatjana
Fischer von der Universität für Bodenkultur Wien. Sie hat in einer
Forschungsarbeit ein Meinungsbild über das Wiener Kleingartenwesen
eingeholt und beispielsweise festgestellt, dass es in den letzten
zwei Dezennien einen Wandel vom selbstversorgenden Freiraum zum
Wohnidyll gegeben hat.

Aber auch die öffentlichen Parks haben sich wesentlich verändert:
"Die Stadt Wien ist bestrebt, den gesellschaftlichen Veränderungen
bei den öffentlich zugänglichen Freiflächen durch eine breite Palette
an Nutzungsvarianten und neuen Erscheinungsbildern gerecht zu
werden", so Ing. Franz Joachim Chen von der MA 42 - Wiener
Stadtgärten.

Neue Formen im Entstehen

Im Zentrum der Ausführungen von DI Rita Mayrhofer, tilia - büro
für landschaftsplanung, stand das Pionierprojekt
"Nachbarschaftsgarten im Gemeindebau". "Der Oskar-Helmer-Hof im 22.
Bezirk ist ein gelungenes Beispiel über das Gärtnern Menschen aus
unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen zu führen und eine bessere
Identifikation mit dem Stadtteil zu bewirken", so Mayrhofer.

Über ähnliche Erfahrungen berichtete Dr. Nadja Madlener vom Verein
Gartenpolylog, die sich schon lange mit interkulturellen Gärten
beschäftigt. "Gärten stellen Orte der Begegnung dar, an denen
ganzheitliches Lernen mit Hirn, Herz und Hand möglich wird", erklärt
Madlener.

Den Abschluss bildete ein Erfahrungsbericht über Wiener
Selbsternteprojekte - dabei handelt es sich um Beete, die vom Bauern
bestellt und von den Abonnenten gepflegt und geerntet werden. "Unser
Bestreben ist es, den Konsumenten wieder näher an das Produzieren von
Lebensmitteln heran zu führen und ein Bewusstsein für Regionalität
und Saisonalität in der Gemüseversorgung zu schaffen", so Ing. Franz
Windisch, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer und des Wiener
Bauernbundes.

"Viele dieser Projekte entstehen durch den Einsatz von Menschen,
die im Garten ein Stück Lebensglück erkennen", zeigt sich Prof.
Gerlind Weber, Universitätsprofessorin an der Universität für
Bodenkultur Wien und Präsidentin des Ökosozialen Forum Wien
beeindruckt, "und nicht zuletzt das rege Interesse an der Tagung
'Vielfältiges Grün für ein zukunftsfähiges Wien', spiegelt die
Aktualität des Themas wider."

Rückfragehinweis:
Ökosoziales Forum Wien, Sigrid Egartner
Tel: +43 1 47654 5361, +43 699 1010 9119
[email protected], www.oekosozial.at

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