- 12.04.2011, 09:22:33
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Mit Umweltschutz und Tourismus gegen Hunger
Nord-Gondar im Norden Äthiopiens ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert mit 2,87 Millionen Euro die nachhaltige Entwicklung dieser Region.
Wien (OTS) - Eine unberührte Landschaft, unbekannte Pflanzen und
seltene Tiere locken jährlich rund 13.000 Trekking-TouristInnen ins
UNESCO-Weltkulturerbe der Simien und Alatish Nationalparks in
Nord-Gondar im Norden Äthiopiens. Das Naturparadies hat aber auch
seine Schattenseiten: ausgelaugte Böden, überweidete Landstriche und
immer wiederkehrende Nahrungsmittelknappheit. Einiges konnte bereits
ins Positive gewendet werden, aber es gibt immer noch viel zu tun.
Ressourcen schonen
Seit 2008 unterstützen wir die Menschen in Nord-Gondar, einer der
ärmsten Provinzen Äthiopiens, mit einem Programm für nachhaltiges
Ressourcenmanagement. Wir wollen für sie gemeinsam mit ihnen eine
autonome Lebensgrundlage im Einklang mit der Natur erarbeiten. Wenn
sich die BäuerInnen und HandwerkerInnen als UnternehmerInnen
begreifen und natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen und gezielt
schützen, profitiert die gesamte Region. Mit der aktuellen
Förderzusage in der Höhe von 2,87 Millionen Euro können wir die
Erfolge des Programms weiter ausbauen und vertiefen", begrüßt
Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian
Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, die finanzielle Absicherung des
Programms.
Ernährung sichern
Seit Projektstart vor drei Jahren konnte die Qualität der Böden in
Nord-Gondar deutlich verbessert werden: durch biologischen Landbau,
den Anbau robusterer Getreide- und Obstsorten sowie moderne Viehzucht
und die Einschränkung von Weidezonen. Der Ausbau der Infrastruktur
ermöglicht den BäuerInnen Einnahmen aus sanftem Tourismus sowie die
Vermarktung von biologischen Produkten und Ernteerträgen zu fairen
Bedingungen. Der Besitz von eigenem Land, Schulungen und laufender
Know-how-Transfer macht aus BäuerInnen KleinunternehmerInnen, denen
es gelingt, die Nahrungsversorgung im Falle von Engpässen durch
eigenes Grundkapital abzusichern.
Um natürliche Ressourcen weiterhin wohl überlegt zu nutzen und das
neue Gleichgewicht zu erhalten, müssen in der ökologisch sensiblen
Region Nord-Gondar auch in der zweiten Projektphase alle an einem
Strang ziehen: ExpertInnen unterstützen die BewohnerInnen beim Ausbau
eines nachhaltigen Wasser- und Gewässermanagements. Erosion und
Verödung werden so verhindert. In Sachen Energieversorgung herrscht
ebenfalls Weitblick: Statt der extensiven Schlägerung der Wälder zur
Brennholzgewinnung werden in Zukunft Photovoltaik-Anlagen die
notwendige Energie liefern. Dadurch wird negativen klimatischen und
ökologischen Veränderungen vorgebeugt und die lokalen
Treibhausgasemissionen können reduziert werden. Insgesamt also eine
gute Perspektive für das Leben im Einklang mit der Natur in
Nord-Gondar.
Bei der Planung, Implementierung und dem Monitoring des Programms
"Sustainable Resource Management in North Gondar" kooperiert die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit eng mit lokalen Partnern
wie dem Bureau of Finance and Economic Development in Bahr Dar, dem
Amhara Agricultural Research Institute sowie weiteren lokalen
Institutionen und ExpertInnen aus den Bereichen Landwirtschaft,
Umwelt, Kultur und Tourismus. Der Förderrahmenvertrag beläuft sich
inklusive der aktuellen Fördersumme von 2,87 Millionen Euro für den
Zeitraum 2008 bis 2012 auf insgesamt 8,2 Millionen Euro.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer
nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und
Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Information und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Heidi Liedler-Frank Tel.: +43 (0)1 90399-2400 [email protected] www.entwicklung.at
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