• 11.04.2011, 13:17:54
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ÖVP Wien: Überprüfung der schwerwiegenden Vorwürfe gegen Gerald Matt dringend notwendig

Mailath-Pokorny muss Kontrollamt einschalten und Vorgänge in Kunsthalle überprüfen lassen

Wien (OTS) - Die Vorwürfe sind schwerwiegend. Der Direktor der
Kunsthalle Gerald Matt soll Mitarbeiter der Kunsthalle für private
Zwecke eingesetzt haben. Die im heutigen Profil erhobenen
Anschuldigungen benötigen dringend eine objektive Aufklärung. Hier
ist die Stadt Wien, die mit über 4 Millionen Euro Subvention den
Großteil des Betriebs der Kunsthalle finanziert, gefordert.

"Für SP-Kulturstadtrat Mailath-Pokorny herrscht akuter
Handlungsbedarf. Es kann nicht sein, dass schon wieder ein Direktor
einer Kulturinstitution in Wien das ihm anvertraute Haus und seine
Mitarbeiter für private Zwecke missbraucht. Um diesen Sachverhalt zu
klären, wird die ÖVP Wien ein Prüfersuchen an das Kontrollamt
stellen", so ÖVP Wien Landespartei- und Klubobfrau LAbg. Christine
Marek.

Schon in den letzten Jahren gab es immer wieder kritische Berichte
zur Gebarung der Kunsthalle von Rechnungshof und Wiener Kontrollamt.
Im letzten Follow-Up Bericht des Rechnungshofes aus dem Jahre 2009
wurde der Kunsthalle vorgeworfen, die Empfehlungen aus dem Jahre 2005
nur teilweise umgesetzt zu haben. Laut diesem Bericht bestand nach
wie vor bei den Eintrittserlösen sowie bei den Verkaufszahlen und den
Altbeständen der Kataloge Handlungsbedarf. Neben der Jahressubvention
von 4,1 Millionen Euro für die Kunsthalle ist auch die "Kunst im
öffentlichen Raum Ges.m.b.H" angesiedelt, die weitere 800.000 Euro
Subvention erhält.

"Es kann nicht sein, dass sich Direktoren von Kulturinstitutionen
immer mehr Funktionen, Standorte und Subventionen aneignen, dann aber
kaum ihrer eigentlichen Arbeit nachkommen, sondern diese lieber ihren
Mitarbeitern aufbürden und selbst als unabhängige Autoren und
Künstler auftreten wollen. Wir werden diesbezüglich an den
Kulturstadtrat Mailath-Pokorny einige entsprechende Fragen richten",
so die Kultursprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb.

"Die Vorwürfe sind jedenfalls derart erheblich, dass wir uns auch
weitere rechtliche Schritte diesbezüglich vorbehalten. Wir werden
jetzt sehr genau beobachten, was der Kulturstadtrat in dieser
Angelegenheit selbstständig unternimmt, oder ob er versucht, die
Sache zu verharmlosen und unter den Tisch fallen zu lassen", so Marek
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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