OTS0065   11. Apr. 2011, 10:30

Stöger: Bundesgesetz für medizinische Assistenzberufe in Begutachtung

Neue Berufe für die medizinische Assistenz werden geschaffen - mehr Flexibilität in der Ausbildung


"Die bestehenden Regelungen für die derzeitigen
Sanitätshilfsdienste und den medizinisch-technischen Fachdienst (MTF)
stammen im Wesentlichen aus dem Jahr 1961", betonte
Gesundheitsminister Alois Stöger, "eine grundlegende Neuregelung und
Modernisierung des gesamten Bereiches ist daher mehr als angebracht".
Durch das neue Gesetz, das vergangenen Freitag in Begutachtung ging,
sollen neue Berufe für die medizinische Assistenz geschaffen und neue
anforderungs- und marktgerechte Tätigkeitsbereiche rechtlich
verankert werden. Es soll ein bedarfsgerechter, flexibler Einsatz der
Berufsangehörigen in den jeweiligen Settings ermöglicht werden.
"Wichtig ist, dass die Berufsbilder den aktuellen Bedürfnissen und
Erfordernissen des Gesundheitswesens entsprechen und die
Berufsangehörigen eine qualitätsgesicherte, outcome-orientierte
Ausbildung erhalten", so Stöger weiter.

Die neuen medizinischen Assistenzberufe sollen modular aufgebaut
werden und mit einem gemeinsamen Basismodul für alle Berufe starten.
Durch die berufsspezifischen Aufbaumodule wird eine fundierte
Ausbildung mit hoher Qualität geschaffen. Durch das - allen Berufen
gemeinsame - Basismodul soll eine Mehrfachqualifikation erleichtert
und der fächerübergreifende Einsatz ermöglicht werden. Die Ausbildung
zur "diplomierten medizinischen Fachkraft" soll zukünftig durch eine
flexible und bedarfsgerechte Kombination aus drei Fachausbildungen
ermöglicht werden. "So könnten für den Spitalsbereich andere
Kombinationen als im niedergelassenen Bereich sinnvoll erscheinen,
wie zum Beispiel die Kombination "Operationsassistenz",
"Gipsasistenz" und "Röntgenassistenz" oder "Ordinationsassistenz",
"Laborassistenz" und Rehabilitationsassistenz", führte der Minister
aus, "dadurch soll größtmögliche Praxisnähe geschaffen werden".

Folgende Berufsbilder sollen durch das neue Gesetz geschaffen werden:

  • Operations-AssistentIn
  • Gips-AssistentIn
  • Obduktions-AssistentIn
  • Ordinations-AssistentIn
  • Labor-AssistentIn
  • Röntgen-AssistentIn
  • Rehabilitations-AssistentIn

Der Entwurf enthält auch Regelungen für die Tätigkeiten von
SportwissenschaftlerInnen im Bereich der Trainingstherapie.
SportwissenschaftlerInnen sollen in Zukunft ergänzend und
unterstützend zu PhysiotherapeutInnen speziell für den Bereich der
Trainingstherapie zur Versorgung von PatientInnen in
Rehabilitationseinrichtungen eingesetzt werden können.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0065 2011-04-11 10:30 111030 Apr 11 BGF0001 0309



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