OTS0234   8. Apr. 2011, 15:33

Stöger: Senkung der Grenzwerte erreicht

Kommission erlässt neue Grenzwerte für Radioaktivität - Verunsicherung der Verbraucher beseitigt


"Ich freue mich sehr, dass die Kommission auf meinen
Druck die Grenzwerte für den Import von japanischen Lebensmitteln
gesenkt hat", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger heute, den 8.
April 2011. "In den vergangenen Wochen haben die hohen Grenzwerte der
EU für große Verunsicherung bei der Bevölkerung gesorgt ", so der
Minister weiter, "auf meine Weisung hat Österreich bei der ersten
Abstimmung in der EU daher auch gegen die Verordnung gestimmt".

Heute hat die Kommission neue Grenzwerte festgelegt, die weit unter
den vor zwei Wochen festgelegten angesiedelt sind. So wurde der
Grenzwert für das langlebige Radiocäsium bei Lebensmitteln
beispielsweise von 1250 Bq/kg auf 500 Bq/kg, bei Milch und Getränken
von 1000 Bq/kg auf 200 Bq/kg und bei Babynahrung von 400 Bq/kg auf
200 Bq/kg gesenkt. "Mein kontinuierlicher Druck hat Wirkung gezeigt,
ich habe die Kommission schriftlich auf meine Position aufmerksam
gemacht und auch bei dem informellen Treffen der Gesundheitsminister
in Gödöllö nochmals auf die Senkung der Grenzwerte gedrängt",
erinnerte der Minister. Die neuen Grenzwerte wurden im Ständigen
Ausschuss für die Lebensmittelkette heute mit überwältigender
Mehrheit der Mitgliedsstaaten angenommen. Sie gelten, sobald die
Kommission die Änderung der "Japan-Verordnung" nun im EU-Amtsblatt
veröffentlicht. Mit umfasst sind in der neuen Regelung auch die
Küstengewässer. "In Österreich werden weiterhin 100% aller direkten
Lebensmittelimporte aus Japan kontrolliert und die Ergebnisse wie
schon bisher veröffentlicht", so der Minister abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0234 2011-04-08 15:33 081533 Apr 11 BGF0001 0260



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