• 08.04.2011, 14:02:40
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Besserer Hochwasserschutz für historische Altstadt Schärdings

Berlakovich: Machen Österreich mit gezielten Investitionen sicherer

Wien (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich kommt am 8. April
nach Schärding, um den Baufortschritt des Hochwasserschutzes
persönlich zu begutachten. "Wir machen Österreich Schritt für Schritt
und mit gezielten Investitionen sicherer. Trotz Sparbudget war es mir
ein großes Anliegen, auch für 2011 die notwendigen finanziellen
Mittel für den Schutz vor Naturgefahren zur Verfügung zu stellen. Mit
160 Millionen Euro an Haushaltsmitteln konnten wir 2010 gemeinsam mit
Ländern und Gemeinden insgesamt 1.900 Projekte in Österreich
umsetzen. Auch in Schärding verfolgen wir mit dem ersten Teilprojekt
des Hochwasserschutzes für die historische Altstadt das klare Ziel,
die Bevölkerung, ihr Hab und Gut sowie historische Schätze
bestmöglich vor Hochwassergefahren zu bewahren", so Berlakovich
anlässlich des Baustellenbesuches in Schärding.

Die Gesamtkosten für den Hochwasserschutz der Altstadt belaufen
sich auf 5,6 Mio. Euro und werden mit 4,76 Millionen Euro (das sind
85 %) durch das Lebensministerium, zu 15 % durch das Land
Oberösterreich und zu 5 % durch die Stadt Schärding finanziert.

Bürgermeister Franz Angerer freut sich, dass noch vor den
Sommerferien erste Bereiche fertig geschützt sein werden, und ist
optimistisch, dass auch der zweite Teil des Hochwasserschutzes im
nächsten Herbst/Winter/Frühjahr 2011/2012 problemlos realisiert
werden kann. Gerade im Eichbüchel, jenem Bereich, der nun bald
geschützt sein wird, sind immer hohe Schäden verursacht worden.

Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz der Altstadt von
Schärding haben unter der Leitung des Gewässerbezirkes Braunau nach
einer langen Planungsphase im November 2010 begonnen. Die erste
Bauetappe umfasst den Altstadtbereich aufwärts der alten Innbrücke im
Bereich des Kneipp- und Gesundheitszentrums sowie des Kurhotels
Gugerbauer. Insgesamt werden dadurch elf Objekte vor 30-jährlichen
Hochwässern geschützt. Auch der hochwasserfreie Zugang zum
Gesundheitszentrum Schärding wird dadurch ermöglicht.

Eine neue Stahlbetonmauer wurde zur Abdichtung hinter den zum Teil
mittelalterlichen Steinmauern errichtet. Auf diese Betonmauer werden
im Hochwasserfall noch 1 - 2 m hohe mobile Elemente aufgesetzt. Bei
einem 30-jährlichen Hochwasser beträgt der Wasserstand ca. 5 m über
dem Normalwasserstand. Um das Eindringen von Hochwasser in die
Altstadt zu verhindern, sind weitere Abdichtungen alter
Mauerabschnitte bei der Innbrücke, die Abdichtung der gesamten
Innpromenade zwischen Innufer und Stadtmauer mit einer Folie, sowie
mehrere Maßnahmen im Hinterland erforderlich. Im Hochwasserfall
müssen dann insgesamt rd. 250 m2 mobile Elemente aufgestellt und
zahlreiche Fensteröffnungen abgedichtet werden.

Im Hochwasserfall muss das anfallende Regenwasser der Altstadt mit
großen Pumpwerken abgepumpt werden. Dafür sind bereits drei große
Betonbauwerke im Straßenbereich hergestellt worden, die demnächst mit
großen Pumpen ausgestattet werden. Der 2. Bauabschnitt abwärts der
Innbrücke bis zum Leonhard-Kaiser-Weg wo ebenfalls neue Mauern zu
errichten und bestehende Häuser abzudichten sind, soll ab Herbst 2011
begonnen werden. Insgesamt sind dann 730 m Mauern und Abdichtungen
sowie vier Pumpwerke errichtet.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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