• 08.04.2011, 13:14:51
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Bures zu Unfallstatistik 2010: Verkehrssicherheitpaket greift

Alkohol am Steuer: stärkster Rückgang seit 1961 - Schwerpunkt 2011 gilt Schutz von Kindern im Straßenverkehr

Wien (OTS/SK) - Verkehrsministerin Doris Bures hat heute, Freitag,
die Statistik über Straßenverkehrsunfälle 2010 präsentiert. "Die Zahl
der Unfalltoten befindet sich mit 552 auf dem niedrigsten Stand seit
Beginn der Aufzeichnungen 1961. Der Rückgang von 13 Prozent im Jahr
2010 bedeutet einen fast doppelt so starken Rückgang wie jener von
2008 auf 2009", sagte Bures. Besonders erfreulich sei die deutlich
sinkende Zahl von Unfallopfern im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkehrstoten in diesem
Bereich um 28 Prozent gesunken. "Unser Maßnahmenbündel gegen Alkohol
am Steuer greift", freut sich die Verkehrsministerin. ****

"Es zeigt sich, dass der intelligente Mix aus höheren Strafen,
längerem Führerscheinentzug, Bewusstseinsbildung und mehr Kontrolle
wirkt", sagte Bures zu dem von ihr initiierten
Verkehrssicherheitspaket gegen Hochrisikolenker. Neben 28 Prozent
weniger Getöteten gab es 2010 auch 10 Prozent weniger Verletzte und 9
Prozent weniger Unfälle insgesamt durch "Alkolenker". Vergleicht man
den Zeitraum seit Einführung des Sicherheitspakets vor 15 Monaten mit
demselben Zeitraum davor, sind die Zahlen noch beeindruckender: Seit
September 2009 gab es 37 Prozent weniger Tote und 12 Prozent weniger
Verletzte durch Alkohol am Steuer. "Das ist eine sehr positive
Entwicklung. Aber wir dürfen jetzt nicht locker lassen", mahnt die
Verkehrsministerin.

Ein Schwerpunkt des Sicherheitspakets besteht in der
Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen, zum Beispiel durch das Projekt
"Close to", das jährlich etwa 3.500 jugendliche Lenker auf die
Gefahren von Alkohol am Steuer aufmerksam macht. "Sie werden damit
konfrontiert, was es heißen kann, sich alkoholisiert hinters Steuer
zu setzen. Das ist kein Kavaliersdelikt. Die Fahrer gefährden sich
und andere", so Bures.

Der Schwerpunkt des neuen Sicherheitsprogramms 2011 - 2020 gilt dem
Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Als Signal für ein
"Miteinander im Straßenverkehr" wird ein Rücksichtnahmegebot in der
Straßenverkehrsordnung verankert. "Rücksichtnahme auf die Schwächeren
heißt vor allem Rücksichtnahme auf Kinder", betonte Bures. Zwar zeige
sich auch hier ein positiver Trend - die Zahl der tödlich
verunglückten Kinder sank um 33 Prozent, die der Verletzten um 8
Prozent - es müssten jedoch weitere Maßnahmen gesetzt werden. Mit
Einführung einer Radhelmpflicht für alle unter 12-Jährigen, die noch
vor dem Sommer kommen wird, will Bures die Verkehrssicherheit für
Kinder erhöhen. Dass gegen solche Maßnahmen reflexartig Kritik
geäußert werde, sei nichts Neues, das habe es beispielsweise auch bei
Einführung der Angurtpflicht gegeben, erinnerte Bures. "Wir dürfen
nichts unversucht lassen, um unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer zu
schützen. Jede Kopfverletzung, die wir verhindern können, zahlt sich
aus", unterstrich die Ministerin. (Schluss) sc/bj

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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