Gefestigte Erfolge im In- und Ausland
Auch 2010 bilanziert der österreichische Film erfreulich
Wien (OTS) - Das Filmjahr 2009 war eines der besucherstärksten und
künstlerisch erfolgreichsten in der Geschichte des österreichischen
Films; umso erfreulicher ist es, dass dieser Erfolgslauf auch 2010
nicht abgerissen ist, sondern solide fortgesetzt werden konnte.
Österreichische Filme erreichten über 800.000 Kinobesuche und
erzielten damit einen guten Marktanteil von rund 5%.
Herausragend im Spielfilmbereich war die Komödie "Die
Unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott" (Regie Andreas
Prohaska, Produktion DOR Film), die sich mit rd. 220.000 Besuchen zum
Kassenschlager entwickelte. Im Bereich Dokumentarfilm sticht der
Regie-Erstling von P.A. Straubinger (Produktion Allegro Film) "Am
Anfang war das Licht" besonders heraus. Dieser Film über Lichtnahrung
erzielte 95.000 Besuche und belegt, dass sich der österreichische
Film in allen Segmenten gut beim Publikum etabliert hat.
Der ungebrochene Publikumszuspruch österreichischer Filme zeigt,
dass der heimische Film selbstbewusst dasteht. Österreichische Filme
werden trotz steigender internationaler Konkurrenz mehr als nur
wahrgenommen. Sie haben auch eine gesellschaftliche Akzeptanz
erreicht, die sich in politischer Relevanz widerspiegelt. Film ist
ein fixes kultur- und wirtschaftspolitisches Thema.
Auch im Ausland verkaufen sich österreichische Filme immer besser.
2010 sahen weltweit 2,2 Millionen BesucherInnen österreichische
Filme. Gleichzeitig sind heimische Produktionen Dauergast auf den
wichtigsten und bedeutendsten Filmfestivals der Welt. Damit wird
österreichische Filmkultur zu einem wichtigen Exportartikel und
positioniert Österreich weltweit als besonders kreatives Filmland,
das zunehmend zum gefragten Partner wird.
Das schafft neue Herausforderungen, aber auch neue
Entwicklungsmöglichkeiten, zu deren Entfaltung die finanziellen
Rahmenbedingungen geschaffen und erhalten werden müssen. 2010 hat das
Österreichische Filminstitut trotz budgetärem Sparzwang eine
Mittelerhöhung von einer Million Euro erhalten. Damit betrug das
Budget 16.57 Mio Euro. Dass die Erhöhung auch 2011 gehalten wird, ist
besonders positiv hervorzuheben.
Aus förderstrategischer Sicht ist für 2010 weiters zu betonen,
dass der bisher vernachlässigte Bereich der "Barrierefreiheit" aktiv
zum Thema gemacht wurde und die Weichen gestellt wurden, dass in
Zukunft jeder auf DVD oder vergleichbarem Datenträger erscheinende
geförderte Film nicht nur mit einer hörbehindertengerechten
Untertitelung, sondern auch mit einer sehbehindertengerechten
Audiodeskription auf den Markt kommen wird. Auch die Internetseite
des Filminstituts wurde barrierefrei gestaltet, so dass der Zugang
zum geförderten österreichischen Film jedem so uneingeschränkt wie
möglich offen steht.
2010 war insgesamt also ein gutes Jahr für den österreichischen
Film: 16 neue Spiel-, 13 Dokumentar- und vier Nachwuchsfilme sowie 47
Stoff- und Projektentwicklungen und 53 Verwertungsförderungen,
darunter 22 Kinostarts, bilden die solide Basis für eine weitere
positive Entwicklung.
Direktor Mag. Roland Teichmann
Tel.: (+43 1) 526 97 30
E-Mail: roland.teichmann@filminstitut.at
Web: http://filminstitut.at














