- 05.04.2011, 13:45:05
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E-Mobilität: Haftungsrisiken gefährden wirtschaftlichen Erfolg
München (ots) - Sicherheitstechnische Aspekte werden maßgeblich über
den wirtschaftlichen Erfolg sowohl von Herstellern von Elektroautos
als auch von deren Zulieferern entschieden. "Der Produktbeobachtung
nach der Markteinführung kommt deshalb eine Schlüsselrolle zu", sagt
Rechtsanwalt Dr. Thomas Klindt, Professor für europäisches
Produktsicherheitsrecht und Partner bei Noerr LLP. Klindt referiert
heute auf der Suppliers Convention, einem internationalen
Branchenforum der Zulieferindustrie im Rahmen der Hannover Messe.
"Selten standen bei der Einführung einer neuen Technologie
sicherheitstechnische Aspekte so sehr im Vordergrund wie bei der
E-Mobilität", sagt Klindt. Zwar sind erst wenige serienreife E-Mobile
auf unseren Straßen unterwegs. Doch die Diskussion um die Sicherheit
elektrogetriebener Fahrzeuge hält längst Schritt mit den sich
beschleunigenden Zyklen der Produktentwicklung - wie auch die ersten
industrieunabhängigen Crash-Tests beweisen. Klindt warnt: "Neue
Technologien bergen oft unbekannte Sicherheitsrisiken. Umso wichtiger
ist es, die ohnehin bestehende Rechtspflicht der Produktbeobachtung
im After-Sales-Bereich ernst zu nehmen. Denn spätestens dann, wenn
Sicherheitsprobleme nach der Markteinführung auftauchen, weiß auch
der Zulieferer, dass seine Technologie überdacht werden muss."
Besondere Gefahren sieht Klindt für branchenfremde Zulieferer: "Der
Elektro-Boom drängt derzeit völlig neue Zulieferer in die
Wertschöpfungskette der KfZ-Industrie, die mit den hohen
produktsicherheitsrechtlichen Anforderungen dieser Branche nie in
Kontakt waren." Das Risiko, später wegen eines Produktfehlers in
Regress genommen zu werden, sei für die neuen Player deshalb immens -
zumal neue Technologien immer auch neue Risiken und bislang
unbekannte sicherheitsrelevante Gefahren in sich bergen. Aber auch
von staatlicher Seite müssen sich Hersteller und Zulieferer auf eine
noch schärfere Überwachung ihrer Produkte einstellen. "Der
Referentenentwurf der Bundesregierung für ein neues deutsches
Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) nimmt die Industrie noch stärker in
die Pflicht", sagt Klindt.
Rückfragehinweis:
Matthias Schulte
PR-Manager
Assessor jur.
Noerr LLP
Börsenstraße 1
60313 Frankfurt am Main / Germany
T +49 69 971477418
F +49 69 971477100
M +49 171 9777705
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