- 04.04.2011, 15:25:31
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Industrie zum Ökostromentwurf: Gute Basis für mehr erneuerbare und finanzierbare Energie
Gesetz ist guter Kompromiss für mehr erneuerbare Energie und gesicherte Energieversorgung und nimmt Rücksicht auf drohenden Konkurrenznachteil der österreichischen Industrie
Wien (OTS/PWK247) - Wolfgang Welser, Obmann der Sparte
Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), begrüßt den
Entwurf eines neuen Ökostromgesetzes als Grundlage für einen weiteren
Ausbau von erneuerbarer Energie in Österreich, der zur Annäherung an
die Klimaziele notwendig ist. Wie auch die bedauernswerten Vorgänge
in Japan zeigen, braucht die Industrie eine sichere und im
internationalen Wettbewerb konkurrenzfähige Energieversorgung.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Energiebereich fordert die
Industrie eine optimale Ausnutzung und bevorzugten Ausbau vorhandener
Energiequellen in Österreich.
"Ein neues Ökostromgesetz soll Förderungen bereitstellen -
einerseits für die breite Erzeugung von Energie aus wirtschaftlichen
und bereits jetzt nahezu marktreifen Technologien und andererseits
für Forschung und Entwicklung von noch nicht so weit entwickelten
Energietechnologien. Dabei muss vorrangig die heimische Wasserkraft
und der Ausbau des Leitungsnetzes erwähnt werden. Wasserkraft ist
sicher und besticht durch Wirtschaftlichkeit und ökologische
Aspekte", betont Welser. Darüber hinaus sind Themen wie
Rohstoffkonkurrenz zur Lebensmittelerzeugung oder Belastungen der
Netzstabilität bei Wasserkraft keine kritischen Elemente.
Die vorliegende Novelle des Ökostromgesetzes bietet Anreize wie
ein höheres Fördervolumen und bemüht sich um eine Beendigung der
Schlechterstellung im internationalen Standortwettbewerb
österreichischer produzierender Unternehmen. Insbesondere bei den
Fördertarifen von erneuerbarer Erzeugung muss allerdings auch die
europäische Förderlandschaft im Auge behalten werden. So sinken in
Deutschland bereits die Fördertarife und andere Nachbarstaaten haben
Großanlagen gänzlich aus den Fördertöpfen genommen. Wichtig ist, dass
keine unverhältnismäßige Differenz zwischen den österreichischen
Fördertarifen und denen anderer Staaten entsteht.
Auch außerhalb des Ökostromgesetzes muss verstärkt an effizienter
und erneuerbarer Energieerzeugung gearbeitet werden. Eine Studie im
Auftrag der Bundessparte Industrie hat gezeigt, dass es auch ohne
Förderungen möglich ist, durch Eigenstrompotenziale insgesamt weitere
640 GWh p.a. aus hocheffizienter oder erneuerbarer Erzeugung zu
gewinnen. Dabei könnten pro Jahr auch Netzverluste in Höhe von
insgesamt 28 GWh und CO2-Emissionen von mehr als 300.000 t vermieden
werden. (AC)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Industrie
Dr. Manfred Engelmann
Tel.: T:(+43) 0590 900-3422, F:(+43) 0590 900-273
mailto:[email protected]
http://wko.at/industrie
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