- 01.04.2011, 15:34:16
- /
- OTS0297 OTW0297
Ministerin Schmied: "Fachwissen muss mit Persönlichkeitsbildung verbunden werden"
"Aufgabe der Bildung ist es, junge Menschen zu ihren wahren Möglichkeiten zu führen"
Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute,
Freitag, gemeinsam mit Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny das
Symposium der österreichischen Nationalbank "Initiative Finanzwissen"
eröffnet. Im Symposium geht es darum, die bestehenden
Informationsangebote weiter zu verstärken und wirksame
Bildungsstrategien zum Finanzwesen weiterzuentwickeln. Der
Bildungsministerin ist es ein Anliegen, Finanzwissen an
österreichischen Schulen wirksam zu vermitteln und dieses Fachwissen
mit Persönlichkeitsbildung zu verbinden. ****
"Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die
Vermittlung des Finanzwissens in den Blickpunkt gerückt. Basierend
auf Wissen können wir Vertrauen und Urteilskraft entwickeln", so die
Bildungsministerin. Und weiter: "Entscheidend für demokratische
Gesellschaften ist die emotionale Reife der Bürgerinnen und Bürger."
Für Schmied geht es in der Frage der Bildung neben der Vermittlung
von Wissen ganz entscheidend um Persönlichkeitsbildung. "Dieses
Element dürfen wir nicht außer Acht lassen. Das Verantwortungsgefühl
beginnt bereits im Kinderzimmer", erinnert die Ministerin. "Aufgabe
der Bildung ist es, Menschen zu ihren wahren Möglichkeiten zu
führen", so Schmied.
Für die Bildungsministerin ist daher auch die Position der
Lehrerinnen und Lehrer bedeutend. "Sie haben eine wichtige
Vorbildfunktion, die sie für die Schülerinnen und Schüler einnehmen.
Es muss uns gelingen, respektvoll und wertschätzend mit der
Profession der Lehrerinnen und Lehrer umzugehen. Nur wenn aus dem
Respekt und der gesellschaftlichen Wertschätzung auch eine Stärkung
der Profession gelingt, können die Lehrerinnen und Lehrer ihren
großen Aufgaben entsprechen", betont Schmied. Daher sind die zwei
großen strategischen Projekte, nämlich die PädagogInnenbildung Neu
und das leistungsorientierte Dienst- und Besoldungsrecht für
neueintretende Lehrende von großer Bedeutung.
Die Anknüpfungspunkte von Wirtschafts-, Finanz- und
Verbraucherbildung im Schulbereich liegen im Volksschulbereich z.B.
bei dem Thema "Wirtschaften in der Familie". Im Pflichtschulbereich
und im Bereich der AHS sind Anknüpfungspunkte vor allem in Geografie
und in der Wirtschaftskunde. Im Bereich der Allgemeinbildenden
Höheren Schule ist auch vorgesehen, dass schulautonom das eigene Fach
"Wirtschaftskunde" eingerichtet wird. Besonders ausgeprägt ist dieser
Bereich naturgemäß in Berufsbildenden Schulen. "Das Berufsbildende
Schulwesen in Österreich ist Weltspitze", so Schmied. "Die Bildungs-
und Berufsberatung müssen wir verstärken, damit auch die Schulwahl
entsprechend der Neigung und Begabung der jungen Menschen in der
Oberstufe besser gelingt", betonte die Bundesministerin.
Schmied unterstreicht vor dem Hintergrund die Bedeutung der
Berufspraktika für junge Menschen und plädiert dafür, dass die
Unternehmen versuchen sollen, für Praktikantinnen und Praktikanten
Betreuungsprogramme anzubieten. (Schluss) mas/sv
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK






