- 01.04.2011, 12:36:38
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ÖH: Nein zur Ausbeutung von PraktikantInnen!
Rechtlicher Schutz und Qualitätssicherung für Praktika
Wien (OTS) - Anlässlich des europäischen PraktikantInnentages
verurteilt die Österreichische HochschülerInnenschaft die Ausbeutung
junger Menschen in Praktika. "PraktikantInnen werden als billige
Arbeitskräfte missbraucht. Praktika sollen Kenntnisse und Fähigkeiten
vermitteln - sie dürfen kein Instrument sein, um die Gehaltskosten zu
drücken", so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
"Praktika befinden sich im arbeitsrechtlichen Graubereich - sie sind
zugleich Ausbildungs- und Arbeitsverhältnis. Die unklaren Regelungen
unterstützen den Missbrauch. Es braucht eindeutige gesetzliche
Bestimmungen, die PraktikantInnen arbeits- und sozialrechtlich
absichern und ihnen eine angemessene Bezahlung garantieren - entweder
durch Aufnahme in Kollektivverträge oder ein eigenes
Praktikumsgesetz", so Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin.
"Viele Studierende absolvieren Pflichtpraktika oder wollen eine
praktische Lernerfahrung neben ihrer Ausbildung sammeln. Bei
ausbildungsbezogenen Praktika für Studierende muss eine enge
Kooperation mit den Universitäten und Fachhochschulen stattfinden.
Die Hochschulen haben die Verantwortung, die Qualität der Praktika
hinsichtlich Anforderungen, Betreuungssituation und Wissensgewinn zu
prüfen", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. "Praktika helfen
nur in wenigen Fällen beim Berufseinstieg. Es müssen
Berufseinstiegsprogramme wie Jobcoachings, Arbeitstrainings und
Einstiegshilfen geschaffen werden, die AbsolventInnen einen sozial
abgesicherten Berufseinstieg ermöglichen", so das Vorsitzteam
abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Georg Garstenauer, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/
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