Lunacek: "Glaubwürdiger Neuanfang für die VP-Europadelegation ist mit Pirker unmöglich!"
Grüne: Österreichs politische Vertretung im Europaparlament bleibt beschädigt
Wien (OTS) - "Mit einem Europaabgeordneten Hubert Pirker wird das
Europaparlament nicht aus den Negativschlagzeilen kommen. Denn mit
Pirker ist kein glaubwürdiger Neuanfang für die VP-Europadelegation
möglich - daran kann kein Notariatsakt etwas ändern", erklärt Ulrike
Lunacek, Europasprecherin der Grünen und außenpolitische Sprecherin
der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament.
Lunacek weiter: "Wir österreichischen Europaabgeordneten müssen uns
täglich von KollegInnen und JournalistInnen teilweise sich zweideutig
lustig machend, teilweise aber sehr ernst auf unseren
Lobbyisten-Landsmann ansprechen lassen. Ernst Strasser hat es damit
geschafft, Österreich in Brüssel als Bananenrepublik in Verruf zu
bringen. Wenn die ÖVP jetzt nicht fähig ist, einen über jeden
Lobbyismus-Verdacht erhabenen Politiker oder noch besser eine
Politikerin ins Europaparlament zu schicken, wird diese Diskussion
nicht enden und der Ruf Österreichs in der EU weiter ramponiert."
Gerade auch der Umstand, dass nach dem Rücktritt von Hella Ranner nur
mehr eine Frau (von sechs ÖVP-MEPs) in der größten österreichischen
Delegation im Europaparlament vertreten ist, wertet die
Europaabgeordnete als Skandal: "Die ÖVP zeigt mit der von Parteichef
Pröll zu verantwortenden Listenerstellung wie wenig ihr die
Gleichberechtigung der Frauen tatsächlich wert ist. Mich wundert es,
dass sich hier nicht prominente Frauen aus der ÖVP zu Wort melden.
Ihre Wortmeldungen anlässlich des heurigen 100. Internationalen
Frauentags haben um einiges aufmüpfiger geklungen. Jetzt hüllt Frau
in der ÖVP sich in Schweigen. Der Sache der Frauen, aber auch des
Europaparlaments sowie dem Projekt EU als Ganzem wird dadurch ein
schwerer Imageschaden zugefügt."














