VP-Feldmann: ÖVP Wien fordert verstärkte Förderung von Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht
Wien (OTS) - Knapp 4,5 Mio. Euro - diesen Betrag erhielten
Österreichs nicht-konfessionelle Privatschulen bisher pro Jahr an
öffentlicher Unterstützung. Eine Summe, die der Bund auch für 2011
erneut zur Verfügung stellen will - allein: Die Zahl der
Schüler/innen an Waldorf-, Montessori- und anderen
alternativpädagogischen Schulen ist um mehr als 1.000 gestiegen. "Für
die betroffenen Schulen - die nun ihre Existenz bedroht sehen -
bedeutet das reale Budgetkürzungen von bis zu 20 Prozent. Beträgt die
durchschnittliche 'Förderung' pro Schüler an öffentlichen Schulen
knapp 7.000 Euro pro Schüler/in, so beträgt sie hier nur 1.000 Euro.
Die Kosten einer Angleichung wären mit knapp 33 Millionen Euro im
Vergleich zu den Schulden der ÖBB vertretbar", so die VP-Abgeordnete
Barbara Feldmann, die im heutigen Gemeinderat einen Antrag einbringen
wird, den Zugang zu diesen Schulen - unabhängig von Einkommen und
sozialer und/oder kultureller Herkunft - zu ermöglichen und ein
vielseitiges nach individuellen Wünschen, Wissens- und
Leistungspotentialen differenziertes Bildungsangebot bereitzustellen.
Zu diesem Zweck soll die Förderung pro Schüler an
nicht-konfessionellen Privatschulen angepasst an die Förderung an
öffentlichen Schulen von derzeit 1.000 auf 7.000 Euro angehoben
werden - für eine gerechte Förderung jedes/r Schülers/in unabhängig
vom besuchten Schultyp. "Schulen freier Trägerschaft stellen in
Ergänzung zu öffentlichen Schulen und Schulen konfessioneller Träger
einen wichtigen Beitrag für die vielfältige österreichische
Bildungslandschaft dar. Nur durch Wahlfreiheit und Vielfalt im
Schulwesen können in einem aufeinander abgestimmten Bildungsangebot
individuelle Wünsche sowie Wissens- und Leistungspotenziale der/des
Einzelnen am besten zur Entfaltung gebracht werden. Als Teil des von
Vielfalt und Wahlfreiheit geprägten österreichischen Bildungssystems
sollen deshalb neben öffentlichen und konfessionellen Schulen auch
Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht verstärkt finanziell gefördert
werden", so Feldmann abschließend.
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