- 31.03.2011, 09:55:18
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Fenstersturz - aktueller Fall zeigt: Gefahr wird unterschätzt
Fensterstürze sind zwar seltene, aber schwere Kinderunfälle. KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) appelliert an Eltern, in Haushalten mit Kindern Vorkehrungen zu treffen.
Wien (OTS) - Wien, 31. März 2011. Der aktuelle Unfall eines
eineinhalbjährigen Mädchens in Wien zeigt: Vielen Eltern ist die
Gefahr eines Fenstersturzes nicht bewusst. Das Kleinkind war gestern
am späten Nachmittag über eine Couch auf das Fensterbrett geklettert
und aus dem geöffneten Fenster etwa 10 Meter tief gestürzt.
"Glücklicherweise ist das Mädchen unverletzt, oft aber enden
Fensterstürze mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Schon ein
Sturz aus dem Erdgeschoß kann zu lebensgefährlichen Wirbelsäulen- und
Schädelverletzungen führen", erläutert Othmar Thann, Direktor des
KFV. 2010 sind in Österreich 19 Mal Kinder aus dem Fenster gestürzt,
drei davon starben.
Eltern unterschätzen Schnelligkeit und Geschicklichkeit von
Kleinkindern
Besonders gefährdet sind Kinder zwischen zwei und vier Jahren, da in
diesem Alter die Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Kinder stark
zunimmt, von den Eltern aber oft unterschätzt wird. Schon ein kurzer
Moment, in dem Aufsichtspersonen unaufmerksam sind, reicht für Kinder
aus, um unbemerkt aufs Fensterbrett oder den Balkon zu klettern.
"Sind Kleinkinder im Haushalt sollte das Fenster mit Fenstersperren
versehen seien. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den
Fenstergriff integriert sind und mit einem Schlüssel zu öffnen sind",
empfiehlt Thann. Das KFV empfiehlt auch den nachträglichen Einbau von
Kindersicherungen bei Fenstern: Bei der Montage wird eine Schiene am
Fensterrahmen angebracht, in die am Fensterflügel montierte Haken
oder Ketten einrasten. Fenstersicherungen sollten grundsätzlich
verschraubt und am oberen Ende der Fenster - also außerhalb der
Reichweite von Kindern - montiert werden. Diese gesicherten Fenster
können dann nicht weiter als zehn Zentimeter geöffnet werden und
verhindern auch, dass Kinder ihre Finger dort einklemmen. "Lassen Sie
Ihr Kind, wenn Sie einen Raum lüften, nicht alleine in diesem Zimmer.
Die beste Sicherung nützt nichts, wenn das Fenster geöffnet ist",
appelliert Thann auch an die Aufsichtspflicht der Eltern.
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at
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