- 29.03.2011, 13:14:26
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ÖH-Modell zur Hochschulfinanzierung
Betreuungsrelation als maßgebliche Berechnungsgrundlage
Wien (OTS) - Die ÖH Bundesvertretung fordert in der Diskussion um
Finanzierungsmodelle der Universitäten einen Paradigmenwechsel ein.
"Im Zentrum muss die Qualität der Lehre stehen - momentan werden die
Studierenden problematisiert. Das politische Ziel sollten aber
eigentlich optimale Studienbedingungen sein, die sich an einem
adäquaten Betreuungsverhältnis am besten festmachen lassen. Wir
fordern, dass sich die Finanzierung nach vernünftigen Relationen
zwischen Lehrenden und Studierenden richtet", so Sigrid Maurer vom
Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
"Ein kleinteiliges Normkostenmodell wie es im Moment angedacht wird,
birgt durch die Trennung von Finanzierungsströmen eine Gefahr für das
Prinzip der forschungsgeleiteten Lehre. Es ist außerdem zu
befürchten, dass Ministerin Karl nur inadäquate Beträge festlegt und
damit die katastrophale Finanzierungssituation der Universitäten
erneut verschleiert wird", so Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der
ÖH Bundesvertretung.
Die ÖH fordert in ihrem Finanzierungskonzept eine Erhöhung des
Hochschulbudgets. "Das derzeit diskutierte Modell der
Studienplatzfinanzierung geht in die falsche Richtung. Wird das
Budget nicht erhöht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: lächerlich
niedrige Fixbeträge pro Studierenden oder eine massive Reduzierung
der Studierendenzahlen", so Generalsekretärin Mirijam Müller. "Die
Ministerin muss sich in den momentanen Verhandlungen um den
Bundesfinanzrahmen auf jeden Fall mehr anstrengen als letztes Mal."
Das Finanzierungsmodell der ÖH umfasst folgende Punkte:
- Erreichung von internationalen Standards in der Betreuungsrelation,
mindestestens ein Verhältnis von 1 zu 40
- Stufenplan bis 2020 für eine Verdreifachung der ProfessorInnen und
eine Verdoppelung der DozentInnenstellen
- eine Maximalquote für kurzfristig angestelltes Personal von 20 %
- gleichzeitiger Ausbau adäquater Infrastruktur für
WissenschaftlerInnen
- Ausbau von Bibliotheken, Lern- und Computerräumen entsprechend der
Studierendenzahlen
- Basisfinanzierung von Forschung
- Bereinigung der Universitätsbudgets um den klinischen Mehraufwand,
Mieten und ähnlichen Kosten
Das Konzept der ÖH Bundesvertretung wird in Verbindung mit einer
umfassenden Publikation zu bildungspolitischen Fragestellungen im Mai
veröffentlicht.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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