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OTS0098   29. März 2011, 11:06

Start e-Medikation - Stöger: Mehr Sicherheit für Patienten durch bessere Qualität bei Behandlung mit Medikamenten

Datenschutz wird auf höchstem Niveau gewährleistet - 2012 flächendeckender Einsatz in Österreich


Die e-Medikation ist ein wichtiges und
einzigartiges Projekt, das die Patientensicherheit erhöht und die
Qualität von Medikationen und damit Behandlungen erheblich verbessern
wird. Das sagte Gesundheitsminister Alois Stöger am Dienstag bei der
Präsentation der Pilotprojekte zur e-Medikation. "Durch die Umsetzung
dieses ersten Teilprojekts der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA
wird Österreich in Sachen e-health zum Vorreiter in der EU", so
Stöger. e-Medikation bedeutet, dass Arzt und Apotheker über die
e-Card auf das "Arzneimittelkonto" eines Patienten Zugriff haben und
so unerwünschte Wechselwirkungen ausschließen können. ****

Die Patientinnen und Patienten sollen mit der e-Medikation einfach
und unkompliziert einen Nutzen haben. "Die e-Medikation ist auch eine
Unterstützung der täglichen Arbeit von Ärztinnen und Ärzten,
Apothekerinnen und Apothekern", erklärte Stöger. Zugriff werden nur
niedergelassene Ärzte, medizinisches Personal in Krankenhäusern und
Apotheker haben. "Der Schutz dieser sensiblen Gesundheitsdaten wird
auf höchstem Niveau gewährleistet", unterstrich der
Gesundheitsminister. Angesprochen wird mit der e-Medikation jeder
Mensch, der Medikamente einnimmt, insbesondere chronisch kranke oder
ältere Patienten sollen das Service nutzen - die Teilnahme der
Patienten an der e-Medikation ist freiwillig.

Das Pilotprojekt zur e-Medikation startet im April in der Region
Wels-Grießkirchen (OÖ), im Bezirk Reutte in Tirol und in Wien
Donaustadt und wird die Anwendung der e-Medikation in der Praxis
prüfen. Die gesammelten Erfahrungen werden laufend evaluiert, sodass
das Projekt - voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2012 -
österreichweit eingesetzt werden kann.

e-Medikation bedeutet, dass vom Arzt verordnete oder vom Apotheker
rezeptfrei verkaufte Medikamente elektronisch erfasst werden. Über
die e-Card sehen dann Arzt oder Apotheker auf dem Bildschirm, welche
Medikamente ein Patient schon einnimmt und werden sofort auf
Wirkstoffe, die sich nicht vertragen, aufmerksam gemacht. Die
Medikation wird geprüft und kann geändert werden. Neben den
Wechselwirkungen werden auch Doppelverordnungen angezeigt. Patienten
können außerdem jederzeit einen Ausdruck ihrer aktuellen
Medikamentendaten haben.

Hans Jörg Schelling, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der
Sozialversicherungsträger, Ärztekammer-Präsident Walter Dorner,
Apothekerkammer-Präsident Heinrich Burggasser sowie der Tiroler
Gesundheitslandesrat, der den Projektausschuss geleitet hat, stellten
klar, dass die Patientensicherheit im Vordergrund stehe. Stöger
bedankte sich bei den Interessensvertretern und Kammern für die
"historische Einigung auf dieses Projekt". (Schluss) bj/ah

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0098 2011-03-29 11:06 291106 Mär 11 NSK0002 0379



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