• 28.03.2011, 13:05:19
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Copa-Cogeca sieht 2011 nur geringfügig größere EU-Getreideernte

Angespannter Markt erfordert Produktivitätssteigerung - Coceral schätzt neue Ernte ähnlich

Wien (OTS/aiz.info) - Die EU-Landwirte- und
Genossenschaftsverbände Copa-Cogeca sowie der
EU-Getreidehandelsverband Coceral veröffentlichten am Freitag in
Brüssel ihre ersten Schätzungen der kommenden Getreideernte 2011 in
der EU. Copa-Cogeca schätzen demnach die neue Getreideernte in der
EU-27 bei einem Flächenzuwachs von 0,2% gegenüber 2010 auf 56,371
Mio. ha eine Spur vorsichtiger mit einem leichten Plus von 2,4% auf
282,126 Mio. t. Coceral kommt auf einer Fläche von 56,981 Mio. ha
(plus 1,6%) auf eine Ernteschätzung von 284,707 Mio. t Getreide (plus
3,7%). Die Landwirte- und Genossenschaftsverbände sehen die leichte
Zunahme der Ernte von nur 2,4% durch die hohen Betriebsmittelkosten
für die Erzeuger bedingt. Sie fordern deshalb angesichts der weltweit
angespannten Getreidemarktlage sowie der steigenden Nachfrage nach
Getreide "Maßnahmen der Produktivitätssteigerung für europäisches
Getreide".

Die Ernteschätzungen der beiden Verbände differieren nur leicht,
wobei die Getreidehändler das Ertragspotenzial naturgemäß immer etwas
rosiger sehen als die Landwirte und ihre Genossenschaften. In der
Tendenz weisen die Schätzungen aber im Großen und Ganzen in dieselbe
Richtung.

Copa-Cogeca sehen bei EU-Weichweizenernte 2011 nur marginalen Zuwachs

Copa und Cogeca gehen in ihrer Schätzung von einer um 0,5% leicht
auf 22,903 Mio. ha reduzierten Weichweizenfläche, allerdings aber um
3,1% höheren Hektarerträgen zur Ernte 2011 aus, woraus sich eine
Weizenernte in der EU von 129,72 Mio. t (plus 2,7%) erwarten lasse.
Eine auf einer um 7,5% auf 8,568 Mio. ha vergrößerten Anbaufläche
höhere Ernte von 59,10 Mio. t (plus 6,9%) erwarten die Verbände auch
beim Mais. Die Gerstenernte soll dagegen mit 53,41 Mio. t nur leicht,
nämlich um 0,6%, größer ausfallen als 2010, wobei die europäischen
Landwirte die Anbaufläche sogar neuerlich um 0,5% auf 12,341 Mio. ha
verringern sollen.

Ölsaaten: Etwas weniger Rapsanbau - Zuwächse bei Sonnenblume und Soja

Bei den Ölsaaten gehen Copa-Cogeca bei Raps mit 20,16 Mio. t bei
einer nur marginal um 0,8% verringerten Fläche von einem Erntezuwachs
von 2,3% aus, während Sonnenblumen sowohl beim Anbau beliebter werden
- die Fläche soll um 4,1% auf 3,909 Mio. ha ausgeweitet werden - als
auch mit 7,32 Mio. t ein deutliches Ertragsplus von 8% bringen
sollen. Deutliche Zuwächse, allerdings von einem sehr bescheidenen
Ausgangsniveau aus, sieht man auch beim Soja mit 18,7% mehr Fläche
(465.000 ha) und 18% mehr Ertrag (1,40 Mio. t).

Coceral schätzt Plus bei Weizenernte etwas höher und auch
Gerstenfläche größer

Der Getreidehandelsverband Coceral schätzt die Ernteerwartungen
naturgemäß eine Spur rosiger ein als die Landwirte: Demnach erwartet
man mit 131,44 Mio. t ein Ertragsplus von 3,5%, wobei die
Weizenfläche in dieser Schätzung um 1,1% auf 23,291 Mio. ha zunehmen
soll. Bei Mais decken sich die Erwartungen einer größeren Fläche und
höheren Ertrags, wobei Coceral gegenüber 2010 einen Flächenzuwachs
von 7,8% auf 8,800 Mio. ha und eine um 7,3% größere Ernte von 59,19
Mio. t prognostiziert. Im Gegensatz zu Copa-Cogeca gehen die
Getreidehändler von einem Flächenzuwachs beim Gerstenanbau um 2,5%
(12,714 Mio. ha) und einem deutlich höheren Ernteergebnis von 54,52
Mio. t (plus 3,1%) aus.

Bei Ölsaaten sieht Coceral Sojafläche deutlich kleiner als
Copa-Cogeca

Im Ölsaatenbereich sollen die Landwirte in der EU laut Coceral für
die Ernte 2011 mit 6,814 Mio. ha oder minus 1,1% eine Spur weniger
Land mit Raps bestellen und davon mit 20,19 Mio. t auch um 1% weniger
ernten als 2010. Mit 8% im Plus soll dagegen die Sonnenblumenfläche
von 3,877 Mio. t liegen und 2011 eine Ernte von 6,89 Mio. t (plus
4,2%) ermöglichen. Ebenso erwartet Coceral eine spürbare Ausweitung
des Sojaanbaus um 16,4% auf 355.000 ha - wenngleich diese
Flächenannahme deutlich unter der von Copa-Cogeca liegt - und einen
Erntezuwachs von 18,3% auf 1,06 Mio. t.
(Schluss) pos

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aiz.info - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst,
Tel.: 01/533 18 43
mailto: [email protected]
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