• 24.03.2011, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Und tschüss!"

Scheuch, Strasser und Co. gefährden die Demokratie. Wer glaubt noch Politikern?

Wien (OTS) - Uwe Scheuch hat ein Bauernopfer gebracht. Damit er
Landeshauptmannstellvertreter bleiben kann, musste jetzt sein
früherer Parteisekretär gehen. So geht es zu in der Partei der
Anständigen und Ehrlichen.
Der Unterschied zwischen Ernst Strasser und Uwe Scheuch ist ein
rein technischer. Strassers Bereitschaft, sich kaufen zu lassen,
wurde auf Video gebannt. Scheuchs Vorschlag, eine Staatsbürgerschaft
an einen Russen zu verkaufen, kann man sich nur auf einem Tonband
anhören. Scheuch wurde dafür angeklagt. In einer funktionierenden
Demokratie, wie etwa Deutschland, treten Politiker spätestens bei
Anklageerhebung zurück.
Dazu kommt, dass Scheuch seinen Wählern offensichtlich nicht die
Wahrheit sagt. Er habe nicht gewusst, dass seine Partei eine eigene
Werbeagentur betreibt, die mit dubiosen Rechnungen Steuergeld
kassiert hat. Sagt er. Wer glaubt es ihm?
Das Image der Politik ist auf einem historischen Tiefpunkt, ergibt
die heutige OGM-Umfrage für den KURIER. Jemand, der einen Amtseid auf
die Republik Österreich abgelegt hat, sollte zumindest lesen können.
Uwe Scheuch möchte seine Heimat zum Besseren verändern, schreibt
er auf seiner Website. Das wäre doch ganz einfach: auf
Nimmerwiedersehen!

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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