Forschungsrat präsentiert sein Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre
Vorsitzender Androsch: "Werden Bundesregierung bei Umsetzung ihrer Forschungsstrategie bestmöglich unterstützen. Dazu braucht es aber einen Finanzierungsplan!"
Wien (OTS) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat
anlässlich seiner heutigen Sitzung sein Arbeitsprogramm beschlossen.
Dieses bezieht sich in wesentlichen Teilen auf die jüngst von der
Bundesregierung beschlossene FTI-Strategie. Der Vorsitzende des
Forschungsrates, Dr. Hannes Androsch, erklärte dazu, dass der Rat es
als wichtige Aufgabe sieht, die Bundesregierung bei der Umsetzung der
Strategie zu unterstützen, "allerdings muss jetzt so schnell wie
möglich ein Umsetzungs- und Finanzierungsplan erstellt werden."
Wesentlichste Punkte des Arbeitsprogramms
Schwerpunkte seiner Tätigkeit in den Jahren 2011 ff werden unter
anderem folgende sein:
1. Strukturreform: Projekt "Österreich 2050 -FIT für die Zukunft";
2. Monitoring: betreffend Umsetzung der FTI-Strategie des Bundes
sowie der Empfehlungen des Rates, und Beauftragung von
Evaluierungen;
3. Humanressourcen: Verfügbarkeit von Humanressourcen,
Mobilität/Tenure Track und Hochschulplan;
4. Finanzierung: des FTI-Systems, Effizienzsteigerungen von FTI-
Investitionen und Verbesserung der Input-/Output-Relation;
5. Forschungsinfrastruktur: Großgeräte- und Gebäudeinfrastruktur;
6. Kooperation National/International: Europäischer Forschungsraum
und internationale Vernetzung, Maßnahmen für internationale
Technologiekooperationen und -transfers, sowie Schnittstelle
Wissenschaft-Wirtschaft;
7. Awareness: neue Dialogformen und -formate, und Lange Nacht der
Forschung.
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Ratsvorsitzender Androsch: "Müssen Dynamik wiedergewinnen"
Bereits auf seiner Klausur im vergangenen Jänner hat sich der
Forschungs-rat mit den bestehenden Herausforderungen befasst, die es
zu bewältigen gilt, um das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel,
mit Österreich in den Kreis der Innovation Leaders vorzustoßen, zu
erreichen.
Dazu ist es - so der Vorsitzende Hannes Androsch - "in einem
ersten Schritt notwendig, jene Dynamik wieder zugewinnen, die bis
2008 die Forschungspolitik so erfolgreich gemacht hat und dann mit
der Finanz- und Wirtschaftskrise so jäh und prozyklisch eingebremst
wurde". Hierzu gehören "einerseits ein effizienter Umgang mit den
Budgetmitteln sowie grundlegende Reformen im gesamten
österreichischen FTI-System im Sinne einer Abschaffung bestehender
Parallelstrukturen und Zersplitterungen, aber auch stärkere
Vernetzungen und Internationalisierung."
Stellvertretender Vorsitzender Skalicky betont Ausgewogenheit
zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung
Beim nun vorliegenden Arbeitsprogramm legte die Ratsversammlung
laut Aussage des stellvertretenden Ratsvorsitzenden, Rektor
Univ.-Prof. Dr. Peter Skalicky, "großen Wert auf die richtige Balance
zwischen Grund-lagenforschung und angewandter Forschung.
Gleichzeitig unterstützen wir mit unserem Programm auch die
Bundesregierung, die strategischen Weichen entsprechend den Vorgaben
ihrer kürzlich präsentierten FTI-Strategie zu stellen."
Der Forschungsrat versteht sich als Beratungsgremium und damit als
Unterstützungseinrichtung für die Regierung. "Wir wollen helfen, dass
das, was gewollt wird, auch erfüllt werden kann," erklärt Skalicky,
und Androsch ergänzt: "In diesem Sinn haben wir die kürzlich
präsentierte Strategie der Regierung zur Kenntnis genommen und werden
nun aktiv zur Umsetzung und zum Monitoring der FTI Strategie
beitragen."
Tel. +43 (0)1 7131414
E-Mail: l.garzik@rat-fte.at













