AK zum Spritpreis-Gipfel: Mehr Klarheit bei Spritpreisen - AK verlangt Spritpreis-Kalkulator
Mineralölfirmen müssen Preise verpflichtend melden
Wien (OTS) - "Taten statt Worte" verlangt AK Präsident Herbert
Tumpel anlässlich des Spritpreis-Gipfels am Donnerstag. "Die
Autofahrer dürfen nicht wieder vertröstet werden. Sie zahlen derzeit
Höchstpreise beim Tanken. Preisvergleiche sind daher wichtig", sagt
Tumpel. Deshalb verlangt die AK gemeinsam mit ARBÖ und ÖAMTC einen
Spritpreis-Kalkulator im Internet. Die Unternehmen müssen dort
Preisänderungen sofort verpflichtend einspeisen. Um Preisvergleiche
zu erleichtern, geben Konsumenten ihren Standort ein und finden so
einfach und schnell die günstigen Tankstellen in ihrem Umkreis.
"Die Preistreiberei muss gestoppt werden", sagt Tumpel. "Die
Preise beim Treibstoff sind auf einem Höchstniveau." Daher zahlen
sich Preisvergleiche umso mehr aus. Denn es gibt auch große lokale
Preisunterschiede. Die aktuelle AK Treibstoffpreis-Analyse zeigt: In
Wien im ersten Bezirk etwa sind Preisunterschiede von bis zu 15 Cent
pro Liter bei Eurosuper drinnen. Bei einer Tankfüllung sind das bis
zu neun Euro, die sich die Konsumenten sparen können.
Laut Tankstellen-Verordnung dürfen die Mineralölkonzerne nur um 12
Uhr mittags den Preis erhöhen, dann nur mehr senken. Aber: Eine
verlässliche und zeitnahe Übersicht, welche Tankstelle die günstigste
ist, gibt es derzeit für die Autofahrer nicht.
Ein Spritpreis-Kalkulator - ähnlich dem Tarif-Kalkulator für Strom
und Gas - würde mehr Klarheit bei den Preisen bringen. Außerdem wird
auch der Wettbewerb am Tankstellenmarkt dadurch gefördert. Die
Mineralölfirmen müssten ihre Preisänderungen sofort im Kalkulator
eingeben. Diese Meldepflicht der Preise für Eurosuper und Diesel der
Mineralölkonzerne braucht nur eine kleine Änderung im Preisgesetz, so
die AK. Es gibt ja im Preisgesetz bereits eine Auskunftspflicht der
Mineralölunternehmen. Der Wirtschaftsminister muss die Änderung des
Gesetzes rasch veranlassen, verlangt die AK.
Der Spritpreis-Kalkulator sollte bei einer unabhängigen Stelle
eingerichtet werden, etwa beim Wirtschafts- oder
Konsumentenschutzministerium oder bei der Bundeswettbewerbsbehörde
oder dem Verein für Konsumenteninformation. "Konsumenten könnten sich
dann verbindlich informieren und sehen auf einen Blick, wo sie
preisbewusst tanken können", so Tumpel.
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677,
mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at














