- 19.03.2011, 12:03:05
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Steiermark: Superintendent Hermann Miklas wiedergewählt
Miklas: Christlichen Glauben neu ins Gespräch bringen
Weiz (OTS/epdÖ) - Mit überwältigender Mehrheit ist der
steirische Superintendent Hermann Miklas am Samstag, 19. März, in
seinem Leitungsamt bestätigt worden. Nach Ablauf der ersten
Amtsperiode hatte sich der Superintendent der Wahl durch die
Superintendentialversammlung in Krottendorf bei Weiz gestellt. Miklas
erhielt 70 von 75 abgegebenen Stimmen bei 4 Enthaltungen.
Gegenkandidaten gab es nicht. In der Superintendentialversammlung
sind Delegierte aller steirischen evangelischen Pfarrgemeinden
vertreten, je zur Hälfte Pfarrer bzw. Pfarrerinnen und weltliche
Delegierte.
Der Superintendent dankte für das Vertrauen, "ich bin froh, dass es
kein Ostblock-Ergebnis geworden ist", so Miklas wörtlich in einer
ersten Reaktion. An der Wahlsitzung hat auch der
evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker teilgenommen. "Ich
freue mich, dass mit Hermann Miklas ein profilierter Superintendent
wiedergewählt wurde", sagte Bünker nach der Wahl gegenüber epdÖ.
Miklas Engagement sei nicht nur für die Steiermark bedeutsam. Als
Obmann des Theologischen Ausschusses der Synode komme ihm auch eine
wichtig gesamtösterreichische Funktion zu.
Miklas betonte vor der Superintendentialversammlung, dass es
essentiell für die evangelische Kirche sei, christlichen Glauben in
der Gesellschaft neu ins Gespräch zu bringen. Dabei wünscht sich
Miklas eine stärkere Außenorientierung, es gelte, das öffentliche
Erscheinungsbild von Kirche auf allen Ebenen weiter zu verbessern.
Miklas will auf nachhaltige Qualitätssicherung der kirchlichen Arbeit
achten und "die Marke evangelisch in den verschiedenen Regionen der
Steiermark gut etablieren". Vor den Delegierten der Pfarrgemeinden
forderte Miklas "mehr Mut zur Provokation". Schon in der
Vergangenheit hätten evangelische Christen immer wieder für Reformen
gesorgt, indem sie sich "einmischten". Tradition ist Miklas wichtig,
dennoch gehöre zum Fortschritt auch, Unkonventionelles auszuprobieren
und neue Wege zu beschreiten. Das Ins-Gespräch-Bringen des Glaubens
gelänge dort am besten, "wo es natürliche Begegnungen zwischen
Menschen gibt: am Arbeitsplatz, im Freundeskreis, beim Shoppen oder
bei Freizeitaktivitäten".
M. Mag. Hermann Miklas (58) ist seit 1999 Superintendent. Aufgrund
der Begrenzung der Amtszeit auf 12 Jahre war eine neuerliche Wahl
notwendig, der sich auch der bisherige Amtsinhaber stellen kann. Die
Wahl, die Superintendentialkuratorin Evi Lintner leitete, erfordert
eine Zweidrittelmehrheit. Die Amtseinführung des neuen
Superintendenten ist für September geplant. Miklas will nach sieben
Jahren in Pension gehen, kündigte er den Delegierten an. Auch dafür
gibt es bereits Pläne: "Einen Hund anschaffen und einen Krimi
schreiben".
Die evangelische Kirche ist mit rund 42.500 Mitgliedern in 33
Pfarrgemeinden und fünf Tochtergemeinden die zweitgrößte Kirche der
Steiermark. Die größten Gemeinden finden sich in Graz und im Ennstal,
darunter auch die größte evangelische Pfarrgemeinde Österreichs
(Graz-Heilandskirche mit über 6000 Mitgliedern).
Hermann Miklas ist gebürtiger Grazer. Er studierte evangelische
Theologie in Wuppertal, Heidelberg und Wien, sein Viktoriat
absolvierte er in Voitsberg, wo er auch seine erste Pfarrstelle
antrat, bevor er Pfarrer an der Lutherischen Stadtkirche in Wien
wurde. 1999 wurde Hermann Miklas zum steirischen Superintendenten
gewählt. Seit 1976 ist er mit Dr. Helene Miklas, Vizerektorin der
Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, verheiratet, 1981
wurde Sohn Peter geboren. Miklas ist seit vielen Jahren in
zahlreichen steirischen und gesamtösterreichischen kirchlichen bzw.
ökumenischen Gremien verankert. Berufsbegleitend hat der
Superintendent 2005 bis 2007 ein Masterstudium für
Organisationsentwicklung absolviert.
Rückfragehinweis:
epdÖ
Dr. Thomas Dasek
Tel.: Tel.: 0664 22 395 11
mailto:[email protected]
http://www.evang.at
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