- 17.03.2011, 12:47:06
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Korosec zu OECD-Studie: Frühpensions-Schlupflöcher und Lebensverdienstkurve als größte Probleme festgestellt!
Besoldungsreform mit neuer Lebensverdienstkurve und weitere Schritte bei Frühpensionen sind Gebot der Stunde!
Wien (OTS) - Neben den allgemeinen Zahlen der heute präsentierten
OECD-Studie hatte die OECD-Expertin Monika Queissler vor allem zwei
Punkte als Problemverursacher in Österreich festgestellt: Den Verlauf
der Lebensverdienstkurve (Höhe der Gehälter ist zu stark vom
Dienst-Alter abhängig) und abschlagsfreie Frühpensions-Regelungen.
Dazu hält LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes fest:
"Diesem Befund gibt es nur eines hinzuzufügen: Wir müssen jetzt
dringend die entsprechenden Reformschritte setzen! Neben dem
"Nationalen Aktionsplan für Senioren-Arbeitskräfte" der derzeit in
Verhandlung der Sozialpartner steht, brauchen wir dringend weitere
Lösungen. Die Beamtenministerin muss im öffentlichen Bereich (und die
Tarifvertragspartner in den anderen Bereichen) dafür sorgen, dass es
zu einer neuen Verteilung des Lebenseinkommens kommt: Mehr Einkommen
während der Zeit der Existenz- und Familiengründung, dafür später
flacherer Verlauf der Einkommenskurve. Und der Sozialminister muss
weitere Initiativen setzen, um alle Frühpensions-Schlupflöcher rasch
zu schließen!"
"Hier darf man nicht länger die Augen vor den Problemen
verschließen und man darf sich nicht länger auf andere ausreden
("Sollen doch erst mal andere sparen"), sondern man muss die
Verhandlungen jetzt aufnehmen und noch in diesem Jahr zu Lösungen
finden", appelliert Korosec an die Verantwortlichen, die zuletzt zu
beiden Punkten die Reformen abgesagt hatten.
"Außerdem müssen bezüglich der rascheren Angleichung der
Frauenpensionsalter an jenes der Männer und hinsichtlich der Anhebung
der Zuverdienstgrenzen für ASVG-Pensionisten noch Lösungen erreicht
werden. Sie sehen: Wir haben in diesem Bereich viel zu erledigen,
gehen wir's also an!", so Korosec abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler, 0650-581-78-82, [email protected]; www.seniorenbund.at
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