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OTS0169   17. März 2011, 12:16

Bundesministerin Heinisch-Hosek: "Jede Frau hat ein Recht auf Bildung"

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet den internationalen Frauengipfel "WIENERIN Summit 2011"


"Der Weg zur Gleichstellung von Männern und Frauen
ist noch lange nicht zu Ende. Ein wesentlicher Schlüssel dabei ist
der Zugang von Mädchen und Frauen zu Bildung und die Möglichkeit, das
Erlernte auch anzuwenden", sagte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute in ihrer Eröffnungsrede anlässlich des
internationalen Frauengipfels "WIENERIN Summit 2011" in der Wiener
Hofburg. Die Zeitschrift "WIENERIN" hatte zu einem Kongress mit
internationalen Expertinnen und Experten eingeladen, um neue Impulse
zum Thema "Frauenbildung für eine bessere Welt" zu geben.

"Bildung ist ein Garant für das Wohlergehen einer Gesellschaft.
Frauenbildung lohnt sich doppelt, denn als Multiplikatorinnen geben
Frauen ihr Wissen an ihre Kinder und die Gesellschaft insgesamt
weiter", sagte die Frauenministerin, die auch als Schirmherrin der
Veranstaltung fungiert. Bildung sei wesentlich, um sein Leben
selbstbestimmt gestalten zu können und Armut zu überwinden. "Sein
erworbenes Wissen anwenden zu können, ist letztlich auch ein Garant
für eine funktionierende Demokratie", so Heinisch-Hosek. Bei den
jüngsten Umbrüchen in Ägypten hätten Frauen sich maßgeblich
beteiligt. Jetzt müsse dafür Sorge getragen werden, dass sie auch in
der künftigen Gestaltung des Landes gleichberechtigt mitentscheiden
können.

"Wir haben weltweit noch keine gleichen Ausgangsbedingungen beim
Zugang zu Bildung. Daher ist es notwendig, das Recht auf Bildung für
Frauen und Mädchen weiterhin einzufordern", sagte die
Frauenministerin. Auf internationaler Ebene habe sich hier mit
Jahresbeginn einiges bewegt, indem die Vereinten Nationen eine eigene
Einheit für Gleichstellung und Frauenrechte, die UN Women, gegründet
haben. "UN Women wird eine starke Stimme für die Rechte von Frauen
weltweit sein", so Heinisch-Hosek.

"Die Welt ist auch in Österreich noch nicht in Ordnung. Trotz eines
hohen Bildungsniveaus von Frauen gibt es immer noch markante
Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Wir haben zwar
eine hohe Frauenerwerbsquote in Österreich, aber darunter sind viele
Teilzeitarbeitsplätze. Und Teilzeitarbeit bedeutet weniger Gehalt und
oft geringere Karrierechancen", sagte die Frauenministerin. Obwohl
rund 270 verschiedene Lehrberufe in Österreich zur Auswahl stünden,
würde sich weiterhin mehr als die Hälfte der Mädchen für nur drei
Ausbildungen entscheiden, nämlich Friseurin, Verkäuferin oder
Sekretärin. "Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Mädchen auch in
technische und naturwissenschaftliche Berufe vorwagen, die meist ein
höheres Einkommensniveau ermöglichen. Wir müssen sie hier weiterhin
unterstützen und motivieren", sagte Heinisch-Hosek.

"Die Bundesregierung hat diese Woche einen wichtigen Schritt gesetzt,
indem sie sich eine Frauenquote für die Aufsichtsräte staatsnaher
Unternehmen verordnet hat. Das ist ein erster Schritt in die richtige
Richtung, aber noch nicht das Ende des Weges zu einer tatsächlichen
Gleichstellung", sagte die Frauenministerin. Die heutige Konferenz
sei ein wichtiger Impuls, um die Partizipation von Frauen in allen
gesellschaftlichen Bereichen voran zu bringen. "Ich danke allen, die
heute ihre Erfahrungen einbringen und damit einen wichtigen Beitrag
leisten, unseren Weg zur Gleichberechtigung frei zu machen", so
Heinisch-Hosek abschließend.

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OTS0169 2011-03-17 12:16 171216 Mär 11 NBU0001 0483



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Rückfragehinweis: Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 531 15-2149
julia.valsky@bka.gv.at

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