• 16.03.2011, 14:41:04
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  • OTS0282 OTW0282

Lebensmittel aus Japan werden streng kontrolliert

Europäische Kommission empfiehlt Kontrolle aller Importe in die EU - Grenztierärzte in Österreich schon am Montag angewiesen - derzeit keine Bedrohung

Wien (OTS) - Seit gestern Abend sind alle EU-Mitgliedstaaten dazu
aufgefordert, Lebens- und Futtermittel mit Herkunft Japan zu
untersuchen und nur dann freizugebeben, wenn die Ware den Test
besteht. Werden alarmierende Werte festgestellt, müssen die
Kommission und alle Mitgliedstaaten umgehend informiert werden.

In Österreich gibt es auf Grund der verpflichtenden
grenztierärztlichen Kontrolle für tierische Produkte zwei
Grenzeintrittsstellen an den Flughäfen Schwechat und Linz. Die
Grenztierärzte wurde schon am Montag angewiesen Produkte aus Japan zu
kontrollieren. Andere Produkte wie. z.B. Pflanzliche Nahrungsmittel
werden über weitere Grenzeintrittsstellen des Zolls in den
Bundesländern abgefertigt. Mit den Zollbehörden wurde vereinbart,
dass sämtliche Nahrungsmittelimporte aus Japan ab sofort vor der
Verzollung einer Probenziehung durch die Grenztierärzte an den
Flughäfen bzw. durch Strahlenschutzorgane der Bundesländer an anderen
Eintrittsstellen zu unterziehen sind. Die Untersuchung der Proben
erfolgt in den Strahlenschutzlabors der Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit. Abnorme Messwerte sind umgehend dem
Bundesministerium bzw. der Europäischen Kommission im Wege des
Schnellwarensystems zu melden.

Aus Japan werden nach Europa kaum Lebensmittel oder Futtermittel
importiert. Im Gegenteil: Japan gilt als klassisches Importland, das
jährlich Waren im Wert von 67 Milliarden Dollar (48,6 Mrd. Euro)
einführt.
In der Regel gibt es keine Direktimporte nach Österreich. Waren aus
Japan gelangen fast ausschließlich über große Häfen wie Amsterdam,
Rotterdam und Hamburg in den EU-Raum. Nach Österreich kommen aus
Japan Spezialitäten wie getrocknete Pilze, Tee, Saucen und spezielle
Gewürze und davon nur geringe Mengen. Da der Import so gut wie immer
per Schiff erfolgt und Tage dauert, sind alle Produkte, die jetzt in
Österreich erhältlich sind, nicht radioaktiv kontaminiert und können
daher problemlos konsumiert werden. Laut Importstatistiken wurden
direkt nach Österreich seit 2008 keine Fischprodukte aus Japan
importiert.

Die Situation wird derzeit sehr genau beobachtet, sollten in Zukunft
auch andere Länder betroffen sein werden die Importkontrollen
natürlich ausgeweitet. Derzeit besteht kein Grund zur Sorge.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Gesundheit
   Fabian Fußeis, Pressesprecher
   Radetzkystraße 2, 1030 Wien
   Tel.: +43/1/71100-4505 , Fax: +43/1/71100-14304
   mailto:[email protected]
   http://www.bmg.gv.at

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