- 16.03.2011, 13:53:52
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Kinderfreunde zu KFÖ Bildungskonzept: Alter Wein in neuen Schläuchen
Wenig Neues und wenig Erfreuliches kommt zum Thema Schule vom Katholischen Familienverband (KFÖ)
Wien (OTS) - "Wir haben erwartet, dass der KFÖ die alten Hüte an
den Nagel hängen und sich der Reformgemeinde anschließen wird", so
Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen
Kinderfreunde zum neuen Bildungsprogramm "Bildung JETZT!" des
Katholischen Familienverbandes.
Die katholische Familienorganisation müsse sich eingestehen, dass
eine Bildungsentscheidung mit 10 Jahren zu früh ist und dass es
höchst an der Zeit ist, diese Entscheidung erst mit 14/15 Jahren zu
treffen. "Wer an einem dualen System festhält, hält auch an der
sozialen Selektion fest. Die neue Mittelschule zeigt zwar, in welche
Richtung die Bildungsreform getrieben werden muss, aber die Reform
ist erst abgeschlossen, wenn alle 10- bis 14-Jährigen in einem
einheitlichen System individuell gefördert werden", erklärt Rammer
dazu.
Es ginge tatsächlich nicht darum, alle Kinder einfach nur in eine
Klasse zu packen, wie dies Mechtild Lang vom katholischen
Familienverband erklärte. Vielmehr sei es von größter Bedeutung, die
gesamte Lernkultur zu verändern. Für Rammer geht es um neue
Lernformen, etwa um das Aufbrechen der überholten 45-minütigen
Einheiten, um Teamteaching, eine kinder- und lehrerfreundliche
Schulhausarchitektur, um flächendeckend ganztägige Angebote und um
vieles mehr. "Wir Kinderfreunde wollen das für alle Kinder in der
bestmöglichen Form. Deswegen muss nach der Neuen Mittelschule nun
auch das Projekt "gemeinsame Schule" in Angriff genommen werden",
fordert Rammer.
Die Einführung der vom Familienverband geforderten
Bildungsstandards und einer "Zentralmatura" kommt für Rammer etwas
spät, denn sie ist bereits auf Schiene. Bundesministerin Schmied hat
diese Projekte erfolgreich vorangetrieben. "Auch wir sind überzeugt,
dass die Bildungsstandards mit externen Testungen und ausgeprägter
Feedback-Kultur die Bildungsqualität und die pädagogische Haltung in
den Klassenzimmern positiv verändern werden. Die Reform der Matura
ist ebenfalls zu begrüßen. Sie beflügelt die Unterrichtsreform in der
Oberstufe und bringt mehr Gerechtigkeit", so Rammer abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Daniel Bohmann, Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde
Tel.: 01 / 512 12 98 / 60, 0699/19529488, mailto:[email protected]
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