Bartenstein: EU-Strategiepapier "Energie 2020" fördert erneuerbare Energie und Ausbau des Binnenmarktes
ÖVP-Energiesprecher verweist auf breiten österreichischen Konsens punkto Atomenergie
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Europa muss im Lichte der Ereignisse in Japan
seine Energiepolitik neu bewerten. Österreich soll konkret den
europa- und weltweiten Verzicht auf Kernenergie fordern. Uns muss
aber auch bewusst sein, dass ein Ausstieg aus der Atomenergie neue
Fragen betreffend Klimaschutz bzw. verstärkte Verwendung fossiler
Energieträger, aber auch stärkere Förderung erneuerbarer
Energieträger mit sich bringen. "Die unterschiedlichen Energieträger
sind kommunizierende Gefäße - ein Minimieren der Kernkraft erfordert
einen Ausgleich anderswo. Das sagte heute, Dienstag,
ÖVP-Energiesprecher Abg. Dr. Martin Bartenstein in der Diskussion zum
EU-Strategiepapier "Energie 2020" im EU-Unterausschuss.
"Wir müssen die Entwicklungen in Japan abwarten und dürfen nicht
übersehen, dass wir in Österreich eine andere Grundhaltung zu
Atomenergie einnehmen. Bei uns besteht breiter Konsens in der
ablehnenden Haltung zur Gewinnung von Kernenergie. In anderen Ländern
besteht dieser Konsens leider nicht, und gerade jetzt zeigt sich,
dass unsere Euratom-Mitgliedschaft richtig ist. Wären wir nicht
dabei, könnte sich Österreich in Sachen Sicherheit viel weniger
einbringen", so der Energiesprecher, der auf einen gemeinsamen
Ausschuss-Antrag von ÖVP und SPÖ verweist und den von Umweltminister
Berlakovich geforderten "Stresstest" für alle AKW voll unterstützt.
Bezugnehmend auf das EU-Strategiepapier "Energie 2020" meint
Bartenstein, dass Österreich seine Position gut eingebracht habe.
"Die Förderung von erneuerbarer Energie und der Ausbau des
Binnenmarktes sind richtig und zu unterstützen. Der schrittweise
Verzicht auf Atomenergie ist im Sinne Österreichs, jedoch wird sich
dieser Wandel auch auf die Energielandschaft auswirken, auf die wir
uns vorbereiten müssen", schloss der Abgeordnete.
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