• 15.03.2011, 15:10:45
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FPÖ-Frank: Leistbare Wohnungen sind etwas anderes Herr Stadtrat Ludwig

Wien (OTS/fpd) - Geht es nach STR Ludwig, so versucht dieser
gerade, den sozialen Wiener Gemeindebau nicht nur an Private
abzugeben, sondern durch das enorme Preisniveau nur mehr begüterten
Menschen Zugang zu Wohnraum zu verschaffen, so heute die
Wohnbausprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank. Denn von
leistbar kann hier keinesfalls die Rede sein. Geht man von der
Annahme aus, dass bedürftige Wiener sich bei der Gemeinde um eine 75
m2 Wohnung bewerben, so müssten sie künftig je nach Zahlungsfähigkeit
monatlich netto Euro 457,50 Kaltmiete bezahlen und dazu einen
Baukostenzuschuss von Euro 11.250,--.

Wählt man Variante zwei, so würde man bei einer Wohnung derselben
Größe Euro 337,50 monatliche Nettomiete kalt bezahlen und dazu einen
Baukostenzuschuss von Euro 37.500,--! Schon jetzt können viele
Wienerinnen und Wiener das Geld für eine Kaution oder einen
Baukostenzuschuss in Höhe von Euro 4.000,-- nicht aufbringen. Wie
sollen diese Menschen dann jemals an eine "Gemeindewohnung" kommen.
STR Ludwig hat offenbar vollkommen den Boden unter den Füßen
verloren, wenn er meint, die von ihm vorgeschlagenen Preise seien
leistbar. Es werden dadurch nur noch mehr Wohnbaufördermittel in die
Beihilfen gepumpt und für das Bauen bleibt nichts mehr übrig. Schon
gar nicht dann, wenn die Grünen mitreden, die exklusiven Holzbau,
gepaart mit Photovoltaik- und Solaranlagen, um wenig Geld errichten
wollen. Eine Schere, die man beim besten Willen nicht schaffen kann,
auch wenn man die Wirtschaft damit ankurbeln will, so Frank.

Nachdem die Mietzinserhöhung nicht wie üblich alle fünf Jahre an den
Verbraucherpreisindex angepasst werden soll, sondern jährliche
Erhöhungen aufgrund des VPI geplant sind, werden die Mieter wohl
schneller aus- als einziehen, denn bei einer derzeitigen Inflation
werden die Mieten rapide steigen. Sich auf ein niedriges Zinsniveau
zu stützen ist spekulativ, da absehbar ist, wann die Zinsen wieder
steigen werden und wer trägt dann die Mehrkosten, fragt Frank.

Wenn es Ludwig also ernst ist, wieder leistbare Wohnungen für die
sozial Schwachen in Wien in ausreichendem Maße zu bauen und zur
Verfügung zu stellen, so müssen neue Modelle entwickelt werden,
welche die Finanzierbarkeit für diese Gruppen gewährleistet. Denn
Richtwertmietzinse, hoher Baukostenzuschuss und unsicheres Zinsniveau
tragen eher dazu bei, dass in Kürze viele Menschen, deren letzte
Zuflucht bisher der Gemeindebau blieb, auf der Straße, am
Campingplatz oder im Auto übernachten müssen. Einzelfälle gibt es
ohnehin schon, so Frank abschließend. (Schluss)paw

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle

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